Geschlechtsneutrale Sprache: Volksinitiative gegen das Gendern geplant – Es sind hitzige Zeiten, in denen wir leben, und kaum eine Debatte wird mit so viel Inbrunst geführt, wie die um das Thema Gendern. Für die Befürworter ein längst überfälliger Schritt, um ein modernes, liberales und tolerantes Menschenbild auch in der Sprache widerzuspiegeln, monieren Kritiker die Verballhornung der Deutschen Sprache fernab jedweder Regeln der Grammatik und Rechtschreibung und aufgezwungene Umerziehung vonseiten einer alles andere als toleranten Sprachpolizei.

Ebenso, wie es Menschen gibt, die sich mit Leib und Seele für das Gendern einsetzen, gibt es von daher auch welche, die sich mit nicht weniger Engagement dieser Entwicklung entgegenstemmen.

Vorgemacht hat es der Verein Deutsche Sprache in Hamburg, der auf seiner Webseite offiziell zum Widerstand gegen den „Gender-Unfug“ aufruft und dazu Unterschriften sammelt – Stand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels: 90.761 gesammelte Unterschriften.

In dem Aufruf heißt es, dass man sich „aus Sorge um die zunehmenden, durch das Bestreben nach mehr Geschlechtergerechtigkeit motivierten zerstörerischen Eingriffe in die deutsche Sprache“ an die Öffentlichkeit wende.

Und weiter: „Die sogenannte gendergerechte Sprache beruht erstens auf einem Generalirrtum, erzeugt zweitens eine Fülle lächerlicher Sprachgebilde und ist drittens konsequent gar nicht durchzuhalten. Und viertens ist sie auch kein Beitrag zur Besserstellung der Frau in der Gesellschaft.“

In Hessen ist nun eine Volksinitiative gegen das Gendern im Werden begriffen.

Physiker und Publizist Dr. Bernd Fischer erklärte gegenüber „Bild“: „Gendern ist undemokratisch, verstärkt die Spaltung in der Gesellschaft. Es entspricht nicht der Grammatik und auch nicht unserem natürlichen Sprachempfinden. Deshalb planen wir eine Volksinitiative.“

Ob die Aktion von Erfolg gekrönt sein wird, muss sich jedoch erst noch zeigen. Erst wenn rund 45.000 Stimmberechtigte den Zulassungsantrag unterschreiben, könnte ein Volksbegehren erfolgen – und nur wenn das klappt, ist ein Volksentscheid möglich.

Starten soll die Kampagne Fischer zufolge „in rund vier Wochen“.

Quellen: bild.de , vds-ev.de