Geschlechtsneutral: Edeka verkauft jetzt gendergerechte Produkte – Immer mehr Gender-Wellen schwappen an das Ufer unserer Sprache, um alte Gewohnheiten wie Sandburgen abzutragen. Das Problem ist nur: Die meisten Deutschen halten von der neuen „Sprachpolizei“ so gar nichts, und verleihen ihrer Meinung zu Sternchen und Doppelpunkt in den sozialen Medien lautstark Ausdruck.

Dennoch zieht die geschlechtsneutrale Sprache immer weitere Kreise

Mittlerweile wird in großen Unternehmen und in Behörden gegendert, in der TV-Werbung ist von „Kund:innen“ die Rede und alteingesessene Produktbezeichnungen werden überdacht.

So hat ein Edeka-Supermarkt im hessischen Friedberg beispielsweise nun ein Produkt im Angebot, welches sich um seinen politisch korrekten Ruf so gar keine Sorgen machen muss: Ein Studentenfutter voller Bio-Nüsse und -Sultaninen, selbstverständlich Fair Trade und im Mehrwegglas. Aber halt …

Es heißt natürlich nicht Studentenfutter, sondern „Student*innenfutter“

Stolz postete Marktleiter Michael Wollny das neue Produkt auf Facebook und beschwor damit einen kleinen Shitstorm herauf. „Sorry ey aber das geht in eine völlig falsche Richtung. Edeka macht sich grad unbeliebt“, schreibt ein User.

„Ist das jetzt Satire oder meint das tatsächlich jemand ernst?“, fragen sich manche oder kritisieren: „Für die Mehrheit der Bevölkerung ist Gendern nervig bis eine Belästigung, aber für etwas Aufmerksamkeit in den sozialen Medien reicht sowas natürlich.“

Viele sehen es wiederum mit einem Augenzwinkern: „Fühlt sich irgendwie diskriminierend an, dass alle Nichtstudierenden ausgeschlossen werden ...“  

Marktleiter Wollny versucht, die Wogen zu glätten und schreibt: „Wir sehen hier kein Problem. Lediglich leckere Nüsse.“ Dennoch muss die Menge an kritischen Kommentaren so groß gewesen sein, dass er sich vorbehält „beleidigende, unsachliche oder ideologisierende Kommentare zu löschen und strafrechtlich relevante Inhalte (insbesondere Beleidigungen) zur Anzeige zu bringen“.

Quelle: bild.de