Wer passiv Cannabis raucht, der kann seinen Führerschein verlieren! Das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen hat einen unfreiwilligen Raucher jetzt verurteilt. Die Geschichte: Ein Fahrer wurde angehalten und positiv auf den Cannabis-Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) getestet. Der Fahrer war sich aber keiner Schuld bewusst. Er habe in letzter Zeit kein Cannabis geraucht, wohl aber seine Freunde, mit denen er sich am Abend zuvor traf.

Der Verdacht: Er habe durch Passivrauchen den erhöhten Wert erhalten. Es half nichts. Das Gericht glaubte dem Mann nicht und entzog den Führerschein. Man gab an, dass dem Mann hätte bewusst sein müssen, dass er nicht mehr fahrtauglich sei, nachdem er im Kifferdunst stand. Für Rechtsanwalt Frank Bröckhaus ist die Unschuldsbeteuerung des Erwischten unerheblich, dem Fahrer könne auch beim passiven Rauchen ein bewusster Konsum unterstellt werden.

Künftig sollten all diejenigen, die sich passiv zu einer Smokebox gesellen, wohl besser aufpassen: Der ungewollte Passivkonsum kann nämlich zu Strafen führen.