Gerichtsurteil: Begleichung von Schulden durch Blowjobs rechtens – In Spanien sprach ein Gericht ein Urteil, dass für reichlich Diskussionen gesorgt hat. Denn der spanische Verfassungsgerichtshof entschied am vergangenen Montag zugunsten eines Mannes, der sich Schulden in Höhe von 15.000 Euro durch Oralsex begleichen ließ – aber der Reihe nach.

Angefangen hatte alles damit, als die Klägerin in große finanzielle Probleme geriet. Daraufhin fragte die 38-Jährige Mallorquinerin den 33-Jährigen Bruder ihres Ex-Mannes, ob er ihr helfen könne. Der Ex-Schwager zeigte sich hilfsbereit und lieh ihr ganze 15.000 Euro. Soweit so gut, doch kurz darauf stellte der Mann weitere Forderungen.

Oralverkehr als Gegenleistung

Demnach soll er seine damalige Schwägerin als Gegenleistung für das geliehene Geld darum gebeten haben, ihm doch zwei bis drei Mal pro Woche einen Blowjob zu geben. Die Frau willigte ein und laut der Anklage trafen sich die beiden daraufhin fünf Mal, wobei es im Auto des Angeklagten jedes Mal zum  Oralverkehr kam. Allerdings soll die Klägerin sich mit der Zeit immer mehr von ihm bedroht gefühlt haben.

Demnach soll der Angeklagte zu ihr gesagt haben, dass er sie „zu einer Hure mache, solange die Schuld besteht“. Laut Anklageschrift soll er ebenfalls gesagt haben: „Ich kann aggressiv und rachsüchtig sein. Ich kenne keine Gnade. Daran solltest du nicht zweifeln.“

Urteil hält auch vor höchstem spanischen Gerichtshof stand

In den weiteren Wochen soll es dann immer wieder zu Anrufen bei der Klägerin gekommen sein. Zudem schickte der Ex-Schwager einen Drohbrief, in dem er damit drohte sie anzuzeigen, sollte sie auf seine Forderungen nicht eingehen. Das war dann offensichtlich der Grund, weshalb sich die Frau selbst dazu entschied, rechtliche Schritte einzuleiten.

Die Frau zeigte den Mann folglich wegen sexuellen Missbrauchs an worauf die Staatsanwaltschaft wiederum Anklage wegen Nötigung erhob. Nun kam es wie eingangs erwähnt zum Urteil des Gerichts, die die Klage der Frau abwies, da nach Meinung der Richter, die getätigten sexuellen Leistungen der Frau freiwillig erfolgten.

Das Urteil hat überdies auch nach der Berufung vor dem höchsten spanischen Gerichtshof bestand, die das Urteil ihrerseits bestätigte.

Quelle: rtl.de