Ein Brückenbauer ist jemand, der Menschen verbindet – eine soziale Funktion, die auf die Tätigkeiten derer zurückgeht, die – wenig überraschend – Brücken bauten. Manche dieser Leute – also die Erbauer echter Brücken – scheinen allerdings eher Sadisten zu sein. Anders ist eine Konstruktion wie die Brücke aus dem nun folgenden Video kaum zu erklären. Schaut euch einfach an, wie das Ding aussieht, dann versteht ihr, was wir meinen…

Dabei handelt es sich um die sibirische Vitim-Brücke, die als eine der spektakulärsten der Welt gilt. Dabei handelte es sich ursprünglich um eine alte Eisenbahnbrücke über den Fluss Vitim, einen Seitenarm der Lena. Sie wurde nachträglich mit Bohlen ausgestattet, um auch (Offroad-)Fahrern ein Überqueren des Flusses zu ermöglichen. Gerade einmal 1,82 Meter ist dieser Bohlenweg breit und ragt bedrohlich über dem Fluss auf. Da es feucht ist und oft friert, ist der von Grünspan glitschige Weg extrem glatt. Nichts am äußeren Rand, kein Geländer bremst den Sturz ins eiskalte Wasser der Trans-Baikal-Region, sollte etwas schiefgehen.

Wenn man Glück hat, meistens ist der Flussarm meterdick gefroren. Ein hässliches Ende. 570 Meter ist das Ding lang, überspannt den Fluss in 15 Metern Höhe. Drei Minuten dauert eine Fahrt in etwa – bei konstantem, starkem Seitenwind! Der Weg über die Brücke gilt als eine der herausforderndsten Leistungen für Offroad-Fahrer, bis dato haben sich nur 34 Leute getraut und haben dementsprechend sogar eine eigene Facebook-Seite gegründet: Den „Vitim River Bridge Club“, wo sie Fotos ihrer Glanztat/Wahnsinnstat geteilt haben.