Gendergerechte Sprache: Bundeswehr sucht neuen Namen für die Einmannpackung – Bekanntlich wird nicht nur in großen Konzernen und einigen Behörden fleißig gegendert, auch bei der Bundeswehr ist man um eine geschlechtergerechte Sprache bemüht.

Nachdem wir bereits über die Bemühungen des Verteidigungsministeriums in Sachen formeller Gleichstellung von Dienstgraden berichtet haben , geht es diesmal um die gute alte Einmannpackung.

Das kurz einfach nur „EPa“ genannte Verpflegungspaket der Bundeswehr soll einen Soldaten mindestens einen Tag lang ernähren, wenn keine Verpflegung durch eine Feldküche oder Kantine möglich ist. In der schlichten Pappverpackung steckt jahrelang haltbare, sofort verzehrbare Nahrung, bestehend aus 27 Lebensmitteln, sowie zusätzlich Hygienepapier, Streichhölzer, Erfrischungstuch und Wasseraufbereitungstabletten.

Neben Produkten wie Instant-Kaffee, Keksen und Dosenbrot stecken verschiedene Fertiggerichte, wie Ravioli oder Reispfanne in der Wundertüte

Die EPa blickt auf eine lange Tradition zurück, doch nach „mehreren Jahrzehnten der Zugehörigkeit von Frauen in den Streitkräften ist der Begriff 'Einmannpackung' nicht mehr zeitgemäß“, berichtet das Magazin „Soldat & Technik“ unter Berufung auf einen Bericht im Intranet der Bundeswehr.

Zudem entspräche die Bezeichnung „nicht den Vorgaben der sprachlichen Gleichstellung“

Um bis zum 30. September nun einen korrekt gegenderten Namen zu finden, sind die Soldatinnen und Soldaten angehalten, an einem Ideenwettbewerb teilzunehmen.

Eine Bedingung gibt es dabei: Zwar müsse der neue Name den „Vorgaben der Gleichstellung“ gerecht werden, die alteingesessene Abkürzung „EPa“ muss jedoch erhalten bleiben.

Wer den Gewinnervorschlag einreicht, erhält als Preis zehn EPa

Quelle: stern.de