Geld auf dem Konto: Banken verlangen Strafzinsen – Während sich zu früheren Zeiten Banken und Sparkassen über erhöhte Einlagen gefreut hätten, ist das mittlerweile anders. Denn durch die Kundengelder bleiben Einnahmen durch die Negativzinsen der Bank aus, was zu einer massiven Belastung führt. Freuen sich Kunden also über Geld auf dem Konto, ballen Banken die Fäuste. 

Nun hat die Auswertung einer Studie des Vergleichsportals Verivox ergeben, dass mittlerweile 349 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt erheben. Das sind stolze 171 Kreditinstitute mehr, als es noch Ende 2020 waren. Erhoben werden derlei Negativzinsen bei größeren Summen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto.

Ein Ende ist nicht in Sicht

Ein Ende ist hier zudem nicht in Sicht, so sagt Verivox-Manager Oliver Maier: „Aktuell kommen nahezu täglich weitere Geldhäuser hinzu.“ Doch damit nicht genug. Darüber hinaus verschärften zahlreiche Banken und Sparkassen ihre Regelungen. So würden aktuell Kreditinstitute den Zinssatz noch weiter ins Minus treiben und reduzieren zudem die Freibeträge.

Eigentlich galten lange Zeit die Verwahrentgelte bei großen Summen ab 100.000 Euro auf dem Konto. Mittlerweile verlangen rund 102 Institute schon Negativzinsen ab einer Gesamteinlage von 50.000 Euro. Die Postbank verlangt  bereits ab einem Guthaben 25.000 Euro Strafzinsen. Das alles ist der  Verbraucherzentrale natürlich ein Dorn im Auge, weshalb sie gegen die Strafzinsen klagt.

Hier geht es zur Liste von Verivox mit allen Banken, die Negativzinsen erheben.