Geheime Dokumente freigegeben: CIA veröffentlicht Ufo-Akten – „Die Wahrheit ist dort draußen“ skandierte eine berühmte Serie der 90er TV-Jahre, und erinnerte uns daran, dass es in dieser Welt durchaus noch Dinge gibt, von denen wir bislang keine Kenntnis haben. Zumindest der kleine Mann auf der Straße nicht, denn die Regierungen dieser Welt tun sich bekanntlich etwas schwer damit, ihr Wissen vollumfänglich mit dem Volk zu teilen.

Entsprechend viele Früchte hängen am Gerüchte-Baum der großen Alien-Konspiration, die viele Menschen schon seit den 60er Jahren vermuten. Und tatsächlich kommt es immer wieder zu Sichtungen von mysteriösen Flugobjekten, die natürlich immer dann an Brisanz gewinnen, wenn jene von Piloten des US-Militärs gemeldet werden.

Kein Wunder also, dass eine Abteilung des Pentagons damit beauftragt wurde, diese Phänomene zu untersuchen.

Natürlich im Geheimen. Im Zuge des sogenannten „Intelligence Authorization Act“ wurde die CIA nun aber verpflichtet, die gesammelten Daten dem Kongress zur Verfügung zu stellen und über den aktuellen Kenntnisstand über Ufos zu informieren.

Da diese Dokumente also ohnehin den Weg an die Öffentlichkeit gefunden hätten, war es einem gewissen John Greenewald Jr. möglich, eine CD-ROM zu ergattern, die angeblich das gesamte UFO-Archiv des Geheimdienstes enthalten soll. Und diese stellt Greenewald nun auf seiner Webseite „The Black Vault“ zum Download bereit. (https://www.theblackvault.com/documentarchive/ufos-the-central-intelligence-agency-cia-collection/#prettyPhoto)

Ob die 2.780 Seiten das komplette Archiv umfassen, lässt sich Greenewald zufolge jedoch möglicherweise nicht vollständig überprüfen. Die Dokumente seien mitunter schlecht gescannt und sehr schwer zu lesen oder in vielen Teilen geschwärzt.

„Die CIA hat es unglaublich schwierig gemacht, ihre Aufzeichnungen in angemessener Weise zu verwenden. Sie bieten ein Format, das sehr veraltet ist, ein mehrseitiges .tif, und weitgehend unbrauchbare Textdateien. Das veraltete Format macht es den Menschen sehr schwer, die Dokumente zu sehen und für Forschungszwecke zu verwenden“, moniert Greenewald in einem Interview mit „Vice“.

Das Interesse ist dennoch groß. Innerhalb von 24 Stunden nach der Veröffentlichung waren schon Tausende von Downloads zu verzeichnen, was hinsichtlich der aufwendigen Auswertung nur von Nutzen sein kann.

Und zu entdecken gibt es so einiges, was laut Greenewald das Zeug zum Krimi hat.

Mysteriöse Explosionen in Russland, Baupläne der Nazis von sogenannten Reichsflugscheiben, die angeblich in die Hände der Russen gelangt sind, oder ein Bericht von einem Assistant Deputy Director der CIA-Wissenschaftsabteilung, der sich einen Gegenstand mit Ufo-Bezug in sein Büro bringen ließ und diesbezüglich dann weitere Anweisungen traf … die leider geschwärzt wurden.

Greenewald, der schon seit Jahren für die Freigabe von geheimen Datensätzen kämpft, will sich auch weiterhin starkmachen, um gegen diese und andere Klassifizierungen vorzugehen, um eines Tages die Wahrheit zu erfahren.

„Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Informationen“, fordert Greenewald. „Es geht um einfachen Zugang zu wichtigem Material, damit sich die Leute selbst ein Bild davon machen können, was los ist.“

Quelle: bild.de