Sex vor der Kamera: So viel bringt ein Porno-Dreh ein – Kommen wir doch mal wieder zu den wirklich wichtigen Themen: Pornos. Heute wollen wir uns dabei dem wirtschaftlichen Aspekt hinter einer Sex-Produktion widmen, und verraten euch, wie viel man in der Porno-Industrie vor und hinter der Kamera verdient.

Die Zahlen verdanken wir dabei den Recherchen des US-Senders CNBC, der nach zahlreichen Gesprächen mit Mitarbeitern aus allen Bereichen der Branche – abzüglich des dort weit verbreiteten Trends, bei der Gehaltsfrage zu über- oder untertreiben – zu folgender Einschätzung der wahren Werte kam.

  • Darstellerin in Mann/Frau-Szenen: 275 bis 1370 Euro
  • Darstellerin in Lesben-Szenen: 640 bis 1100 Euro
  • Männlicher Darsteller: 460 bis 1370 Euro
  • Regisseur: 920 bis 2750 Euro
  • Kameramann: 460 bis 640 Euro
  • Tontechniker: 275 bis 370 Euro
  • Produktionsassistent: 90 bis 230 Euro
  • Autor: 230 bis 370 Euro
  • Set-Fotograf: 460 Euro
  • Make-up-Artist: 460 Euro

Von den Darstellern mal abgesehen erhalten die Mitarbeiter Tagesgagen. Im Schnitt dauert ein Dreh um die zwei bis vier Tage, bei wichtigen oder größeren Produktionen sind aber auch vier bis acht Tage nicht unüblich.

Natürlich verdient ein Star, mit Rang und Namen über die Branche hinaus, sehr viel mehr als eine noch vollkommen unbekannte Anfängerin. Grundsätzlich gelten bei der Bezahlung einer durchschnittlichen Darstellerin aber vor allem zwei Kriterien: Die Art der sexuellen Praktik und die Erfahrung, welche die Darstellerin vor der Kamera mit diesem Akt hat.

Der Besitzer eines der größten Porno-Studios in den USA, Steven Hirsch, erklärt:

„Anfangs können neue Darstellerinnen für unterschiedliche Sex-Praktiken zum Beispiel Zuschläge fordern und somit mehr verdienen. Danach kommt es darauf an, wie bekannt sie werden.“

Ganz normale und herkömmliche Sex-Szenen zwischen Männlein und Weiblein bringen den Darstellern, je nach Budget des Studios, zwischen 730 bis 930 Euro ein.

Prominente Darstellerinnen erhalten dagegen 1370 Euro, verdienen mitunter aber sogar bis zu 1830 Euro. Für extreme Praktiken werden 1650 bis 2300 Euro fällig.

Newcomerinnen werden mit vergleichsweise mickrigen 275 Euro abgespeist.

Bei Männern ist kein Zuschlag für außergewöhnliche Praktiken, sondern je nach Vereinbarung eine feste Tages- oder Akt-Pauschale üblich. Der durchschnittliche Verdienst beträgt dabei 460 bis 550 Euro. Bekannte Darsteller können 640 bis 830 Euro verlangen, echte Stars bis zu 1380 Euro.

Hinter der Kamera gibt es – obwohl grundsätzlich dieselben Aufgaben anfallen – deutliche Unterschiede zu einer gewöhnlichen Filmproduktion.

So kommt dem Autor aus ersichtlichen Gründen weit weniger Bedeutung zu, während der Regisseur meist zusätzlich noch als Beleuchter oder Kameramann tätig werden muss. Spezialisierte Kameramänner können indes mehr verlangen, wenn sie über eine eigene High-End-Ausrüstung verfügen.

Wer es in der Szene zur Berühmtheit gebracht hat, kann seine Popularität zudem für lukrative Nebeneinkünfte nutzen. So mancher Porno-Star tritt in eigenen Strip-Shows vor den Fans auf und auch mit Werbung lässt sich gutes Geld verdienen.

Derlei Verdienste übersteigen oft die Gagen eines Porno-Drehs. Eine Show kann schon mal mit 6420 bis 9170 Euro honoriert werden.

Quelle: bild.de