Der berufliche Verdienst und das Gewicht von Frauen. Zwei sehr sensible Themen, über die man nur dann spricht, wenn die Zahlen besonders hoch oder niedrig sind. In Sachen Geld darf es aber anders als bei den Pfunden generell gerne etwas mehr sein. Doch wie viel verdient der Deutsche im Schnitt eigentlich? Aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit geben Auskunft.

Aus den statistischen Erhebungen geht hervor, dass gut die Hälfte aller 31 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten monatlich 2.500 Euro brutto oder mehr erhalten! Beachtliche 3,3 Millionen, und damit jeder Zehnte, freuen sich sogar über mehr als 5.100 zum Monatsbeginn. Jeder vierte Arbeitnehmer steht dagegen am anderen Ende der Verdienst-Nahrungskette und muss sich mit maximal 1.600 Euro brutto begnügen. Aber: Die Einkommen steigen! Kassierten vor vier Jahren noch 22,7% der Angestellten ein Gehalt von unter 2.000 Euro, sind es aktuell nur noch 18,7%. Auch die Zahl derer, die mehr als 4.000 Euro pro Monat erhalten stieg von 5,9 Millionen auf 6,3 Millionen! Wer es sich übrigens gutgehen lassen möchte, sucht sich einen Job in den gut bezahlten Branchen Chemie, Metall und IT. Am wenigsten gibt es dagegen bei der Gebäudereinigung, Fleischerzeugung und in der Gastronomie.

Nach wie vor auffällig ist das Ost-West-Lohngefälle. 48,7 Prozent der Beschäftigten im Osten verdienen weniger als 2.000 Euro, während es im Westen nur 34,4 Prozent sind. Auch die Frauen hinken in Sachen Gehalt hinterher. Mit 24,4 Prozent verdienen gut ein Viertel weniger als 1.300 Euro. Bei den Männern gilt dies nur für 11,5 Prozent. Weitere 9,7 Prozent der Männer kommen monatlich auf mehr als 4.800 Euro, was bloß 7,1 prozent der Frauen gelingt. Allerdings lassen sich diese Unterschiede nicht nur mit einer unfairen Welt erklären, sondern liegen eher in der Tatsache begründet, dass sehr viel mehr Frauen (47 Prozent) in Teilzeit arbeiten als Männer (9 Prozent).

Quelle: bild.de