In Ost- und Westdeutschland sollen in spätestens sieben Jahren die Renten angeglichen worden sein. Doch nicht nur bei der Rente scheint ein Ungleichgewicht zu bestehen: Eine aktuelle Studie des Internet-Portals „Gehalt.de“ offenbart, dass auch heute noch, ganze 27 Jahre nach der Wende, die Löhne in Ost und West nach wie vor ungleich verteilt sind. Dazu wurden nach Informationen der „Bild“ 339.000 Sätze an Gehaltsdaten ausgewertet.

Die Untersuchung zeigte, dass das Lohngefälle zwischen den alten und den neuen Bundesländern Ausmaße von bis zu 25 Prozent annehmen kann. In Westdeutschland liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei 42.968 Euro, im Osten sind es beinahe 9.000 Euro weniger mit 34.308 Euro. Dieser Unterschied stellt dabei einen Mittelwert des Jahresgehalts aller Branchen dar – fasst man einzelne Beschäftigungsgebiete genauer ins Auge, so klafft die Lohnschere noch um einiges breiter.

Hart trifft der Gehaltsunterschied etwa insbesondere den Elektronik-Sektor. Ein Elektriker im Osten erhält mit 29.144 Euro etwa 31 Prozent weniger Gehalt als sein westlicher Kollege, der mit 42.237 Euro im Jahr vergütet wird. Im IT-Sektor sind die Ausmaße der Unterschiede nicht ganz so gewaltig, dort herrscht laut der Untersuchung „nur“ eine Kluft von 17 Prozent vor. Einzelhändler im Osten müssen im Vergleich mit ihren westlichen Kollegen mit immerhin 20 Prozent Einbußen rechnen.

Quelle: news.de