Hach, was ist das doch herrlich, ein Kerl zu sein. Da wir uns ja gerade in der Woche der politischen Unkorrektheit befinden, darf man das so sagen. Abgesehen davon können wir uns bei dem, was jetzt kommt, auf wissenschaftlich fundierte Fakten stützen. Denn laut einer Studie dürfen wir Männer uns so richtig gehen lassen, wenn wir ordentlich verdienen wollen, während Frauen für die Karriere ins Fitnessstudio müssen.

Ausgewertet wurden dafür die Daten von 8770 Männern und 9229 Frauen in Deutschland. Als Basis diente der sogenannte Body-Mass-Index (BMI), den man errechnet, indem man das Gewicht durch die Körpergröße im Quadrat geteilt. Hat man nun einen BMI von 25 aufwärts, gilt man laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) als übergewichtig, ab 30 beginnt die Fettleibigkeit. Wer mehr darüber wissen will, der frage einfach seine Frau.

Als Nächstes wurde logischerweise das Einkommen ins Verhältnis zum BMI gesetzt und siehe da: Schlanke Frauen verdienen mehr als dicke Damen, dicke Männer mehr als Schlanke.

Nun sei es aber so, beschwichtigen die Wissenschaftler, dass selbst normalgewichtige Frauen (BMI bis 25) schlechter bezahlt würden, weswegen es irreführend sei, von einer Strafe für Fettleibigkeit zu sprechen. Wir Kerle verdienen erst ab einem BMI von 25 bis weit aufwärts so richtig gut. Laut den Forschern liegt das im Gegensatz zu den Frauen weniger am Aussehen, ausschlaggebend sei die Muskelmasse. Zitat:

„In solchen Jobs scheint ein niedriger BMI auf einen Mangel an körperlicher Kraft hinzuweisen, der zu schlechterer Bezahlung führt."

Allerdings ist der Zusammenhang zwischen BMI und Verdienst zwar in Dienstleistungsberufen, nicht aber in der Produktion nachweisbar, wo die Interaktion mit Kunden oder Kollegen eine geringere Rolle spielt.