Gas und Strom: Weitere Preiserhöhungen angekündigt – Nachdem stetig steigende Spritpreise bei der Bevölkerung für reichlich Aufruhr gesorgt hatten, müssen sich auch Strom- und Gaskunden auf höhere Preise einstellen. Denn in Deutschland wird kräftig an der Preisschraube gedreht.

So hat das Vergleichsportal „Check24“ 50 Gasgrundversorger unter die Lupe genommen und festgestellt, dass viele von ihnen ihre Preise bereits erhöht und andere eine Preiserhöhung angekündigt haben. Laut „Check24“ liegen die Aufschläge durchschnittlich bei 11,5 Prozent. Das bedeutet für einen Standardhaushalt mit einem Verbrauch von etwa 20.000 Kilowattstunden ganze 172 Euro im Jahr, die man mehr zahlen muss.

Jahrespreis auf Rekordhoch

Zurzeit seien davon 310.000 Haushalte betroffen. Generell befindet sich der Jahrespreis bezüglich der Gas-Grundversorgung mit im Schnitt 1.516 Euro auf einem Rekordhoch. Der Grund für die merkliche Preiserhöhung liegt nach „Check24“ unter anderem in der Wirtschaft. Denn nach der Corona-Krise sowie dem Lockdown ist mittlerweile die Energie-Nachfrage deutlich gestiegen.

Darüber hinaus seien zu dieser Jahreszeit die europäischen Gasspeicher deutlich leerer als sonst. Lag der Börsenpreis für Gas vor einem Jahr noch bei 7,99 Euro, so befindet er sich in diesem Monat auf einem Allzeithoch von 44,03 Euro je Megawattstunde. Ähnliches gilt auch für die Strompreise. Hier befinden sich die Preise ebenfalls auf einem Rekordwert.

Steinkohleausstieg und Windenergie als Faktoren

So liegt dieser am Beispiel eines Haushalts mit einem Jahresverbrauch von 5.000 Kilowattstunden bei jährlich 1.532 Euro. Diesbezüglich haben acht Grundversorger ihre Preise bereits erhöht oder angekündigt. Betroffen sind 290.000 Haushalte, die im Schnitt 3,7 Prozent, also 63 Euro mehr bezahlen müssen.

Auch der Börsenpreis bei Strom zeigt mit 127,69 Euro je Megawattstunde einen Rekordwert an. Im letzten Jahr stand der Kurs noch bei 43,62 Euro. Unter anderem zählen zu den Ursachen der Strompreiserhöhungen auch die geringeren Erzeugungskapazitäten, verursacht durch den Ausstieg bei der Steinkohle sowie einen schwächeren Ertrag bei der Windenergie.

Quelle: finanzen.net