Studie: Gibt es den G-Punkt wirklich? – Was haben Bigfoot, Nessie und soziale Gerechtigkeit mit dem G-Punkt einer Frau gemeinsam? Seit nunmehr 60 Jahren wird darüber gestritten, ob er tatsächlich existiert! Der Mythos, um den verborgenen Lust-Schatz, geht auf den deutschen Gynäkologen Ernst Gräfenberg zurück, der den circa 2 Zentimeter tiefen und 1,5 Zentimeter großen Punkt entdeckte und benannte.

Der Legende zufolge soll mit der Stimulation dieser als besonders sensibel und sexuell vielversprechend geltenden Stelle ein atemberaubender Orgasmus einhergehen. Wem es also gelingt, diesen sagenumwobenen Ort zu entdecken, der wird mit großer Macht belohnt. So der G-Punkt denn überhaupt existiert.

In dem Bestreben, Licht ins Dunkel der weiblichen Vagina zu bringen – oder womöglich von der Aussicht auf sexuelle Allmacht, man weiß es nicht – begaben sich australische Forscher auf die beschwerliche Suche nach dem Heiligen Gral der Sexualität und entdeckten dabei … nichts! Alles andere war bei den 13 untersuchten Frauen im Alter zwischen 32 und 97 Jahren da, wo man es vermutet hatte. Scheidenwandfutter, check! Harnröhrenbereich, check! Doch vom G-Punkt nicht die geringste Spur.

Ernüchtert rekapituliert Studienleiter Nathan Hoag: „Der wesentliche Befund dieser Untersuchung ist, dass der ursprünglich von Gräfenberg beobachtete und später popularisierte G-Punkt als anatomisches Konstrukt nicht existiert.“ Das angeblich intensive Gefühl in dem Gebiet erklärt sich Hoag schlicht mit der Nähe zur Klitoris.

Doch mit dieser gewagten Behauptung erregte der Mann den Zorn der britischen Sex-Expertin Rebecca Dakin, die das Studienergebnis mit barschen Worten zurückweist.

„Die Forscher mögen zwar keinen Beweis für den G-Punkt gefunden haben, aber ich habe keine Zweifel, dass es ihn gibt.“

Ihrer Meinung nach, würde auch jede andere Frau den Forschern sofort widersprechen, da es definitiv einen Bereich an der vorderen Vaginalwand gebe, der eine Struktur wie eine Wallnuss habe. Und die Männerwelt solle sich ja nicht auf diesem Ergebnis ausruhen, warnt Dankin gegenüber der britischen Sun.

„Diese Studie sollte nicht als ‘Gefängnis-Frei’–Karte für Männer gesehen werden. Wenn sie den Punkt noch nicht gefunden haben, sollten sie weiter suchen. Ihre Partnerinnen werden ihnen auf jeden Fall dafür dankbar sein.“

Ob es den G-Punkt nun gibt oder nicht, eines ist mal sicher: Die Suche birgt viele Gefahren! Denn wie man ja weiß, wird jeder Schatz von einem Drachen bewacht. Aber das lassen wir besser nicht Frau Dankin hören…

Quelle: huffingtonpost.de