135 Euro: Einmaliger Heizkostenzuschuss von der Regierung beschlossen – Einem Gesetzentwurf des neuen Wohnungsministeriums zufolge sollen Wohngeldempfänger mit Blick auf die steigenden Heizkosten einen einmaligen Zuschuss von mindestens 135 Euro erhalten. Der entsprechende Kabinettsbeschluss sei laut einer Sprecherin des Bundesbauministeriums für „Ende Januar, Anfang Februar“ geplant, der nötige Gesetzesentwurf solle „zeitnah“ in die Ressortabstimmung gehen.

Menschen, die allein wohnen, sollen demnach 135 Euro bekommen, für Haushalte mit zwei Bewohnern sind 175 Euro vorgesehen. Für jeden weiteren Mitbewohner gibt es 35 Euro drauf.

Insgesamt sollen etwa 710.000 Haushalte von der Finanzhilfe profitieren, die zwischen Oktober 2021 und März 2022 Wohngeld bezogen haben oder beziehen. Damit beläuft sich der Zuschuss des Bundes auf rund 130 Millionen Euro.

Um das im Koalitionsvertrag festgehaltene entsprechende Versprechen einzuhalten, soll der Zuschuss Bauministerin Klara Geywitz zufolge im Sommer ausgezahlt werden – bevor die Betriebskostenabrechnungen für die winterlichen Heizkosten ins Haus flattern.

Vonseiten der Verbraucherzentrale gibt es allerdings Kritik an dem Vorhaben. So bemängelte Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), gegenüber der „Passauer Neuen Presse“, dass der einmalige Zuschuss für eine Einzelperson „deutlich zu niedrig“ angesetzt sei. Ihm zufolge seien „grundsätzliche Entscheidungen“ nötig, „um die Preiskrise der fossilen Energien zu lösen“.

„Ganz eindeutig“ seien die Lebenshaltungskosten die größte Sorge der Verbraucher zu Jahresbeginn.

Kein Wunder, sehen sich die privaten Haushalte in diesem Winter doch mit explosionsartig gestiegenen Heizkosten konfrontiert. Berechnungen des Vergleichsportals Verivox zufolge kommt sie Gas für den Zeitraum von September bis Dezember im Schnitt um 54 Prozent teurer zu stehen. Wer mit Öl heizt, darf sogar im Schnitt 99 Prozent mehr zahlen.

Laut Check 24 wurden vonseiten der Gasgrundversorger bereits in 1066 Fällen die Preise erhöht oder entsprechende Erhöhungen angekündigt, und allein im neuen Jahr in 708 Fällen die Preise angehoben. Die durchschnittliche Preiserhöhung von 71,2 Prozent entfällt auf 3,6 Millionen Haushalte, die – bei einem Musterverbrauch von 20.000 Kilowattstunden – mit „zusätzlichen Kosten von durchschnittlich 1078 Euro pro Jahr“ rechnen müssen, so das Portal.

Quelle: n-tv.de