Führerschein-Regeln: EU plant große Führerschein-Reform – Wie der ADAC nun berichtet, hat die Europäische Union große Pläne. Dieses Mal will die EU an die Führerscheine ran. Genauer gesagt geht es um die sogenannte vierte Führerscheinrichtlinie. Diese soll reformiert werden, was bedeutet, dass bald neue Führerschein-Regeln gelten könnten. Und diese wären weitreichend, was etliche Teilbereiche der Fahrerlaubnis anbetrifft.

Demnach plant die EU, dass man mit einem Führerschein der Klasse B bald auch die meisten Wohnmobile fahren darf. Bis dato gilt ja das Führen von Kraftfahrzeugen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen. Diese soll mit der Reform auf 4,25 Tonnen angehoben werden. Darüber hinaus will die EU eine Änderung bezüglich der Erweiterung der Pkw-Fahrerlaubnis mit einem Führerschein B196 vornehmen, mit dem es erlaubt ist, Leichtkrafträder bis 125 ccm zu fahren.

Digitaler Führerschein und QR-Codes

Diese soll nämlich dann künftig auch EU-weit gelten und nicht nur in Deutschland. Außerdem beinhaltet die Führerschein-Reform, dass man das Mindestalter für eine Lkw-Fahrerlaubnis (Klasse C) oder Bus-Führerschein (Klasse D) von 21 auf 18 Jahre senken will. Überdies will die EU noch mal einen Anlauf bezüglich des Digitalen Führerscheins wagen.

Auch soll die Führerscheinscheckkarte in Zukunft mit einem QR-Code versehen werden, der dann die derzeitigen Chips ersetzen und den Führerschein noch fälschungssicherer machen soll. Auch für Fahrschüler sieht die Reform Neuerungen vor. Demnach arbeitet man daran, dass die theoretische und praktische Führerscheinprüfung auch in Mitgliedstaaten der Europäischen Union absolviert werden können, egal, wo sich der eigentliche Wohnsitz befindet.

Fahrprüfung in Simulatoren und EU-Datenbank

Zudem denkt die EU darüber nach, dass man erst nach bestandener theoretischer Prüfung mit der praktischen Ausbildung beginnen darf. Die Fahrprüfung könnte laut der Idee der EU dann auch in Simulatoren abgenommen werden. Außerdem sollen alle Führerscheinneulinge ein Jahr nach der bestandenen Prüfung einen verpflichtenden Auffrischungskurs machen müssen.

Zu guter Letzt bringt die Führerschein-Reform der EU auch neue Regeln für alle Verkehrssünder mit sich. So soll die Länge des Führerscheinentzugs zum einen vereinheitlicht werden und auch EU-weit gelten. Fahrverbote gelten dann über die jeweiligen Landesgrenzen hinweg europaweit. Hinzu kommt, dass man die Grenzwerte hinsichtlich Alkohol und Drogen am Steuer einheitlich gestallten und auch die Punktesysteme angeglichen will.

Zudem sollen die Führerscheindaten von jedem EU-Bürger in einer EU-Datenbank gespeichert werden.

Quelle: bild.de