Freizeit ist ein rares Gut! Insofern sollte man sich sehr genau überlegen, was man damit anstellt. Natürlich ist das in erster Linie davon abhängig, in was für einem Familienverhältnis und wo man sich befindet. Ein frischgebackener Vater wird seine Wochenenden sicherlich nicht in irgendwelchen Festival-Schlammpfützen verbringen. Ein Großstadt-Single bestimmt keinen Rasen mähen. Und doch gibt es gemeinsame Schnittmengen, die sich in entsprechenden Statistiken widerspiegeln. Um also herauszufinden, was die Deutschen in ihrer Freizeit am liebsten trieben, fragten die Herrschaften des Hamburger Instituts für Zukunftsfragen einfach mal nach.

Den Zahlen zufolge steht der Fernseher unangefochten an der Spitze der Unterhaltungskette. Ganze 97 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal in der Woche ihr Gerät einzuschalten. Doch der gemütliche Familienabend vor der Flimmerkiste rückt immer mehr in den Hintergrund, während TV-Shows, Sport oder Serien zunehmend zum heimischen Event aufgeblasen werden, welches man mit Freunden genießt.

Ansonsten telefonieren 90 Prozent gerne oder lauschen dem Radio. Drei von vier Deutschen träumen einfach so vor sich hin oder lesen, während sich jeder Zweite gezielt der Musik hingibt. Das Surfen im Internet hat im Gegensatz zum Vorjahr einen rapiden Anstieg erlebt und klettert von 48 Prozent auf 75 Prozent. Doch auch das Training im Fitnessstudio oder Sport wie Radfahren und Fußball erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Der regelmäßige Kontakt zu Freunden und Familie geht als großer Verlierer aus der Befragung hervor. Läppische 16,6 Prozent der Deutschen unternehmen am liebsten etwas mit Freunden. Ein Minus von 28 Prozent! Einen Tag mit den Großeltern oder Enkeln favorisieren bloß noch 17,3 Prozent, und damit 27 Prozent weniger als 2015. Und selbst Sex und Erotik sanken um 10 Prozent. Mit 30, 3 Prozent widmet sich nur noch jeder Dritte in der Freizeit der eigentlich doch schönsten Nebensache der Welt.

Quelle: tagesspiegel.de