Wenn es eine einzige Sache auf der Welt gibt, in der sich wohl die meisten Menschen einig sind, ist es diese: Das Wochenende ist einfach zu kurz. Kaum ist Freitag – ist schon wieder Montag. Zack. Einfach so. Jede Menge Studien weisen dabei nach: Ist die Work-Life-Balance kaputt, kann das ernsthaft krankmachen. Die Risiken für Schlaganfälle, Diabetes oder ein angegriffenes Herz mehren sich. Professor David Spencer ist überzeugt: Die Menschen arbeiten zu viel und genießen das Leben mit Freunden und Familie zu wenig, das sei extrem ungesund.

Seine Lösung für das Problem: ein Drei-Tage-Wochenende. Und zwar dauerhaft und wöchentlich. Sprich: eine 30-Stunden-Woche, die seiner Meinung nach einen maßgeblichen Beitrag zu Gesundheit und Zufriedenheit leisten würde. Denn die Arbeit würde nicht nur automatisch an Qualität gewinnen, sondern das ganze Leben.

Doch die Arbeitseinstellung der modernen Gesellschaft steht Spencer zufolge solchen Ideen skeptisch gegenüber, der bloße Vorschlag würde von Verteidigern eines modernen Arbeitsethos zu Unrecht kritisch betrachtet. Etwas, das Spencer stört. So führt er an: „Arbeit schenkt uns keineswegs persönliche Freiheit, [wie oft angeführt wird], sondern sie erschwert es uns, uns selbst zu verwirklichen. Das sind Gründe, die dafür sprechen, weniger zu arbeiten. Wir sollten dieses Arbeitsethos anfechten und alternative Lebensumstände fördern, die weniger arbeitszentriert sind.”

Wir sollten unser Leben also mehr genießen – und durch weniger Arbeit auch produktiver sein, da wir weniger konsumieren, und somit weniger Geld zur Aufrechterhaltung unseres Konsums benötigen. Der Verfasser dieser Zeilen findet, dass das ganz logisch klingt. Aber er ist ja dank mann.tv auch Internetmillionär.