Man kennt das Problem: Erst die Arbeit, dann möchte man noch spontan etwas unternehmen oder Freunde besuchen. Letztendlich fehlt dann aber doch die Zeit. Oder? Wie eine Umfrage von Freizeit-Monitor zeigt, sieht die Wahrheit jedoch anders aus. Offenbar haben viele Deutsche einfach keine Lust auf soziale Kontakte und hocken lieber vor der Glotze.

Doch nicht nur die Fernsehgewohnheiten wurden analysiert, sondern auch weitere Freizeitaktivitäten. So lesen Frauen fast doppelt so oft Bücher wie es Männer machen, ein Unterschied von 45 zu 25 Prozent. Des Weiteren verbringen sie mehr Zeit mit Körperpflege und Shoppen. Männer heimwerken dahingegen öfter, besuchen Sportveranstaltungen oder treffen sich in der Kneipe auf ein paar Bier mit den Kumpels. Außerdem wurde aufgezeigt, dass Westdeutsche mehr Sport treiben und häufiger soziale Medien nutzen. Ostdeutsche sind hingegen leidenschaftliche Handwerker, Gärtner und Kaffeetrinker.

Was jedoch interessant ist, ist der Ausblick auf die freie Zeit in der Zukunft. So sagt Prof. Ulrich Reinhardt, Zukunftswissenschaftler, dass die freie Zeit trotz Arbeitsverkürzung und längerer Lebenserwartung nicht wesentlich zunehmen wird.

Das liegt daran, dass der Graubereich zwischen Arbeit und Freizeit weiter wachsen wird. Viele Arbeitende müssen nämlich auch in ihrer Freizeit für das Unternehmen auf Abruf bereit sein. Vielleicht sehen wir Deutsche deswegen lieber Fernsehen? Die Glotze kann man abschalten, die Freunde nicht.