Der Ozean „Frau“ wird wohl nie so ganz erforscht werden, im zunehmenden Alter lernt man als Kerl aber zumindest, wann man unter Deck zu gehen hat. Doch selbst für erfahrene Seemänner toben die Stürme auf dem Roten Meer unberechenbar und heftig. Gäbe es eine Göttin der Menstruation, wüsste man nicht, ob man nun zu ihr beten soll oder nicht, denn beides wäre sicherlich falsch.

Doch immer wieder wagen sich tapfere Wissenschaftler in das Land der stetig wechselnden Winde, um eine Karte zu zeichnen, die uns das Überleben erleichtern soll. So manches ist bereits bekannt, wie zum Beispiel die erhöhte Lust auf Sex kurz vor dem Eisprung. Das ist grundsätzlich schon mal was Gutes und Stimmungsschwankungen hin oder her: Hättet ihr gedacht, dass Frauen ausgerechnet während ihrer Menstruation kooperationsbereiter sind als danach? Kein Scheiß!

Das fanden Psychologen der Goethe-Universität anhand einer Internet-Studie heraus, an der über 400 deutsche und US-amerikanische Frauen teilnahmen. Ohne euch nun mit zu vielen Details nerven zu wollen – Fakt ist, dass die Bereitschaft zu teilen bei der Damenwelt mit dem Hormonspiegel schwankt.

Ist die Konzentration der Hormone Östrogen und Progesteron während der sogenannten frühen Follikularphase (die Zeit während und kurz nach der Menstruation) niedrig, könnt ihr euer Weib statistisch gesehen gefahrlos darum bitten, euch ein Bier zu holen. Ihr befindet euch dann quasi im Auge des Sturms.

Problematisch wird es erst dann, wenn der Spiegel einige Tage nach dem Eisprung in der mittleren Lutealphase wieder dramatisch ansteigt, und der Tornado über euch hinwegfegt. Steht dann besser selber auf. Und nehmt die Fernbedienung mit. Womöglich seht ihr sie sonst erst mal nicht wieder.