Komme nicht zwischen einem Mann und seinen Alkohol, lautet ein altes, ungeschriebenes Gesetz. Zumindest für einen Rentner aus dem baden-württembergischen Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) hat diese Regel in Bezug auf unser aller liebstes Genussgift eine solche Gültigkeit, dass er deswegen sogar seinen Flug verpasst hat.

Der Mann wollte nämlich nach Bangkok jetten, wurde jedoch im Verlauf der Sicherheitskontrolle darauf hingewiesen, dass er die beiden Weinflaschen, die er als Geschenk für Freunde dabeihatte, nicht mit in die Maschine nehmen durfte. Der 67-Jährige durfte sein Gastgeschenk partout nicht durch die Sicherheitskontrolle bringen – die Bundespolizisten untersagten es. Zurücklassen wollte der Herr den edlen Tropfen jedoch auch nicht.

Einfache Lösungen sind nicht immer die Besten…

Kurzerhand trank der Mann die Flaschen einfach aus. Mit dieser ebenso simplen wie einleuchtenden Lösung seiner Zwangslage gelangte er zwar bis zum Gate, doch die Fluggesellschaft weigerte sich standhaft, ihn in die Maschine zu lassen – er war zu betrunken. Auf der Suche nach einer Toilette stolperte der 67-Jährige zudem noch durch eine Sicherheitstür auf das Rollfeld – was der Polizei endgültig langte. Sie nahm den Mann fest und ordnete seine Ausnüchterung an. Nachdem diese abgeschlossen war, nahm der Baden-Württemberger sich ein Taxi von Frankfurt bis nach Hause:

„Ich habe heute schon so viel Geld in den Sand gesetzt, da spielen Taxikosten jetzt auch keine Rolle mehr“, betonte der Herr gegenüber den Polizisten. Ihm droht zudem ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Das war mit Sicherheit einer der teuersten Weine der Welt, egal, was ursprünglich in den Flaschen war…

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de