In der Europäischen Union wurde die Diskussion, ob Fleisch- und Fischprodukte sowie andere verarbeitete Lebensmittel mit einer Herkunftskennzeichnung versehen werden sollten, Anfang des Jahres durch den Pferdefleischskandal ausgelöst. Eine verbindliche Kennzeichnung der Herkunft gilt bislang nur für Rindfleisch, eine entsprechende Regelung soll nun auch für Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege eingeführt werden.

Allerdings würden dadurch die Fleischpreise enorm ansteigen. Denn laut einem EU-Bericht würde der Preis schon dann um bis zu 25 Prozent zulegen, wenn für den Verbraucher lediglich erkennbar gemacht werden soll, ob das Fleisch aus der EU kommt oder nicht. Im Falle einer nötigen Ausweisung des jeweiligen Herkunftslandes könnte dies sogar eine Kostensteigerung zwischen 15 und 50 Prozent bedeuten.

Dabei sei davon auszugehen, dass die anfallenden Kosten zum Großteil auf die Verbraucher übertragen werden. Laut dem Bericht wälze die Fleischindustrie rund 90 Prozent der Kosten auf den Käufer ab, während nur zehn Prozent der Mehrkosten auf Seiten der Industrie blieben.

Quelle: Spiegel Online