Fingierte Razzia: Drogensüchtiger verkleidet sich als Polizist – Für seine Rolle bei einem fingierten Polizeieinsatz im australischen Lilydale wurde ein Drogensüchtiger zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann namens Daniel Thomas und ein Komplize hatten sich als Polizisten verkleidet und das unverschlossene Haus eines Bekannten in dem Vorort von Melbourne unter dem Vorwand einer Drogenrazzia gestürmt.

Dabei schrien die beiden: „Dies ist eine Polizeirazzia. Legt euch mit dem Gesicht nach unten auf den Boden. Wo sind eure Drogen?“

Die vollkommen überraschten Männer in dem Haus rückten sofort ihr Marihuana und Crystal Meth heraus, aber Thomas vermutete, dass da noch mehr war. Also schnappte er sich einen Hammer und schlug damit auf die Männer ein, die beide das Bewusstsein verloren.

Als einer davon erwachte, brüllte ihn Thomas einem Bericht zufolge an: „Wir haben deinen Kumpel umgebracht. Jetzt sag uns, wo die Drogen sind.“ Dem anderen zogen die beiden Täter die Hose runter und spreizten seine Beine, um in dessen Gesäß nach weiteren Drogen zu suchen.

Als die echte Polizei später am Tatort eintraf, fanden sie blutverschmierte Wände und die beiden leblosen Opfer vor. In der fälschlichen Annahme, die Männer seien tot, begann man bereits Fotos von den vermeintlichen Leichen zu machen, als eines der Opfer dann doch noch ein Lebenszeichen von sich gab. Beide überlebten.

Es gelang den Beamten später, Thomas zu stellen, der unter Drogeneinfluss zu einem Messer griff

Er drohte den Polizisten: „Wenn du mir zu nahe kommst, du verdammte Hundefotze, steche ich dir in den verdammten Kopf und bringe dich um.“ Die Einsatzkräfte konnten Thomas mit einem Taser und Pfefferspray jedoch unbeschadet überwältigen.

The Age“ zufolge, hatte Thomas nicht nur jeden Tag Crystal Meth gespritzt und außerdem Liquid Extasy, Marihuana und Heroin konsumiert, sondern auch noch seine Antidepressiva abgesetzt.

Vor Gericht wollte er zudem noch geltend machen, dass er seine Opfer ausgesucht hatte, weil eines davon „angeblich einer Freundin von ihnen etwas angetan hatte“. Richter Paul Coghlan wiegelte jedoch ab:

„Die Verwendung von Polizeiuniformen, die Forderung nach Drogen und Geld, die mehrfach wiederholt wurde, widerlegen diese Erklärung.“

Zudem ist davon auszugehen, dass die beiden Männer infolge der Attacken mit dem Hammer lebenslange Komplikationen davontragen werden.

Thomas selber ist auf einem Auge fast blind und trägt eine Hirnverletzung mit sich, nachdem er bei einer Auseinandersetzung im Straßenverkehr mit einem Kricketschläger am Kopf getroffen worden war. Dennoch konsternierte Richter Coglhan:

„Auch wenn ich Ihre Aussichten als ziemlich düster ansehe, betrachte ich sie nicht als hoffnungslos.“

Und tatsächlich hat Thomas im Zuge seiner Untersuchungshaft noch keine Drogen genommen und sich sogar für die Arbeit mit Gefangenen beworben, die psychische Probleme haben.

Quelle: 9gag.com