1845 schrieb Hans Christian Andersen sein Märchen vom „Mädchen mit den Schwefelhölzern“, eine tragische Geschichte, in der in einer kalten Silvesternacht niemand Streichhölzer von einem armen Kind kaufen will und es deshalb tragisch endet. Hätte die Kleine doch nur den Macher dieses Videos kennengelernt, dann hätte sie sich ein warmes Zimmer von den ganzen vertickten Hölzchen leisten können. Seht selbst.

Bevor jetzt jemand auf die Barrikaden geht, und schimpft, wir würden Tod durch Erfrierungen verharmlosen: Das Gör aus dem Kunstmärchen hat es nie gegeben, Hans Christian Andersen schrieb es wohl eher als Sozialkritik an seine Zeitgenossen. Da kann der gute Mann von Glück reden, dass er heute nicht mehr lebt, wenn er das Konsumzeitalter von 1845 schon als schlimm empfand: Heute hätten alle ihren Silvesterkrempel längst im Netz geordert und das Kind hätte sich neben erfrorene, unterbezahlte Paketboten legen können…

Der Betreiber des Kanals „DoAble“ hat sich für sein Video jedenfalls sage und schreibe 100.000 Streichhölzer geschnappt. Die legte er ringförmig aus, pappte Ring für Ring mit Heißkleber aneinander und schichtete so einen ziemlich großen Zylinder aus Streichhölzern. Der wurde danach noch mit abgebrochenen Streichholzköpfchen befüllt. Weil aller guten Dinge bekanntlich drei sind, stellte er gleich zwei weitere der Zündholz-Riesenböller her.

Das Resultat dieser Bemühungen stattete er mit Lunten aus – und warnt in seinem Video strikt vor der Nachahmung. Warum das so ist, erlebt ihr jetzt selbst. Denn 100.000 Streichhölzer ergeben eine ziemlich spektakuläre und sicher nicht ungefährliche Verpuffung.