FDP Forderung: 500.000 Zuwanderer für sichere Rente – Während wir mittlerweile kurz vor der Bundestagswahl 2021 stehen, rückt die FDP noch mal die Rente ins Rampenlicht. Während SPD sowie Union noch keine Lösungsvorschläge für eine sichere Rente vorgelegt haben, wagt Fraktionsvize und Finanzpolitiker Christian Dürr von der FDP nun einen heiklen Reformvorschlag.

Er und die FDP fordern jedes Jahr eine halbe Million Zuwanderer, um die Rente in Deutschland zu sichern. So sagte Christian Dürr gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“: „Wir brauchen ein grundlegendes Umdenken in der Migrationspolitik. […] Wenn wir es schaffen, Deutschland zu einem offenen, modernen Einwanderungsland zu machen und gleichzeitig die Rente zu stabilisieren, gewinnen wir als Gesellschaft mehr, als wir uns heute vorstellen können.“

Höhere Migration in den Arbeitsmarkt

Laut Dürr sei es ein fataler Fehler der Union und SPD, das Thema um die Finanzierung der Rente so lange hinauszuzögern. Schließlich sei eine der großen Herausforderungen für die kommende Bundesregierung die immer älter werdende Gesellschaft. Vor allem, da es immer mehr Menschen gibt, die bei gleichzeitig sinkenden Beitragszahlern in den Ruhestand gehen.

Dürr: „Vor 50 Jahren haben vier Beitragszahler eine Rente finanziert, heute sind es zwei.“ Daher muss für die FDP dringend eine Rentenreform her, was nach ihrer Sicht eben nur mit einer höheren Migration in den Arbeitsmarkt sowie einer Aktienrente zu schaffen ist. Mit der Aktienrente sollen die Rentenkassen in Aktien investieren, um dadurch höhere Renditen zu erwirtschaften.

500.000 Einwanderer pro Jahr

Christian Dürr: „Wenn wir unsere öffentlichen Finanzen stabilisieren und den Schuldenstand reduzieren wollen, braucht unser Land mindestens 500.000 Einwanderer pro Jahr.“ Schließlich sei dies Christian Dürr zufolge nicht viel, gemessen an der Bevölkerungszahl und wenn man Deutschland mit anderen Einwanderungsländern vergleicht.

Die FDP sieht vor, für die Einwanderung ein Punktesystem einzuführen, wie man es aus Kanada kennt, wo potenzielle Zuwanderer nach beispielsweise Ausbildung, Arbeitserfahrung, Sprachkenntnissen und Alter klassifiziert werden.

Bereits vor der FDP und ihrem Finanzpolitiker Christian Dürr forderte Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, dass man gezielte Zuwanderung bräuchte, um die Lücken im Arbeitsmarkt zu schließen. Scheele sagte diesbezüglich, dass man rund 400.000 Zuwanderer pro Jahr bräuchte.

Quelle: t-online.de