Jeder kennt sie, viele lieben sie: die Chicken Nuggets. Egal ob bei McDonalds, Burger King oder irgendeiner anderen Fastfood-Kette. Die golden schimmernden Fleischstückchen sind der Renner bei Groß und Klein. In den Vereinigten Staaten haben nun jedoch drei Forscher herausgefunden, wie viel Fleisch überhaupt in so einem Nugget drinsteckt und was der Käufer sich noch alles in den Rachen schiebt.

Laut den Medizinern der University of Mississippi wurden insgesamt zwei Nugget-Sorten von zwei unterschiedlichen Fastfood-Ketten untersucht. Welche das sind, wollte das Team nicht verraten. Anhand der Studienergebnisse fanden die Forscher heraus, dass die zuerst untersuchten Nuggets nur einen Fleischanteil von 50 Prozent besitzen. Der Rest des vermeintlichen Fleischprodukts besteht aus zerstückeltem Fett- und Nervengewebe sowie Blutgefäßen, die von verarbeiteten Hühnern stammen.

Die Nuggets vom anderen Fast-Food-Anbieter besitzen sogar ganze 10 Prozent weniger an Muskelfleisch und dementsprechend einen erhöhten Anteil an Nerven, Fettgewebe und Co. Laut Dr. Richard D. deShazo sei der gelegentliche Verzehr nicht schädlich, doch beinhaltet ein fertiges Nugget sehr viel Salz, Zucker, Fett und daher auch eine ganze Menge an Kalorien. Hinzu kommt, dass besonders Kinder auf das Produkt abfahren und gerne mehr als empfohlen davon zu sich nehmen.

Aufgrund der Tatsache, dass das Forschungsteam die Namen der Fast-Food-Läden nicht verraten wollte, kritisierte das NCC (National Chicken Council) das Studienergebnis. Laut der Behörde wurden lediglich eine Handvoll von täglich mehreren hunderttausend hergestellten Chicken Nuggets untersucht. D. DeShazo ging es jedoch nicht darum, irgendjemanden anzuprangern, sondern den Konsumenten darauf aufmerksam zu machen, dass nicht alles Essbare auch gesund ist.