Seit jeher faszinieren den Menschen Wale und Delfine, wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, den sanften Giganten des Meeres mit modernster Technik den Garaus zu machen. Gerade das Jagd- und Sozialverhalten von Zahnwalen wie Orcas ist hochinteressant. Was nicht bedeuten muss, dass die sanfteren Bartenwale nicht auch einen Blick wert wären, wie dieses Video zeigt – es gewährt seltene Einblicke, wie ein Buckelwal sich ernährt.

Als Bartenwale bezeichnet man diese Meeressäuger, weil ihr Maul statt mit Zähnen für den Fang von Tintenfischen oder Fischen stattdessen mit Barten genannten, riesigen „Besen“ ausgestattet ist. Der Wal öffnet sein Maul, lässt enorme Mengen Wasser darin verschwinden – und presst dieses dann wieder nach draußen. In den Barten verfangen sich bis zu mehrere hundert Kilogramm Plankton sowie Krill genannte Kleinstkrebse.

Diese bilden die Nahrungsgrundlage der Bartenwale – so ist es eben auch bei diesem Duo von Buckelwalen.

Doch im Gegensatz zu anderen Walarten haben diese sich eine ebenso spielerische wie wirksame Technik angeeignet, um die Kleinstorganismen für eine leckere Mahlzeit zusammenzutreiben: Die Buckelwale schwimmen in einer zylindrischen Bewegung nach oben.

Dabei stoßen die Tiere durch ihr Blasloch Atemluft aus, die in unzähligen Blasen und Perlen emporsteigen, während die Wale in Spiralen emportauchen. Das Ergebnis: Ein „Käfig“ aus blubbernden Blasen und Lärm, den der Krill nicht verlassen kann. In dem „Netz“ gefangen muss er darauf warten, bis der Buckelwal seinen Schlund öffnet und sich seine Mahlzeit einverleibt.

Die Forscher der University of Hawaii filmten die Jagdtechnik in den kalten grünblauen Wassern des südöstlichen Alaskas, wobei sie sowohl Luftaufnahmen erzielten als auch mit einer an einem der Wale befestigten Kamera filmten. Faszinierende Einblicke.