Fall landet vor Gericht: Mann spielt Kollegen Streich – fristlose Kündigung – Ein wenig Blödsinn in allen Ehren, aber zumindest auf der Arbeit sollte man den Schalk im Nacken zügeln. Es ist gar nicht so lange her, da bekam ein Scherzbold eine Kündigung, nachdem er seinem Kollegen vor versammelter Mannschaft die Hose heruntergezogen hatte (MANN.TV berichtete). Und nun ist schon wieder ein Spaßvogel seinen Job los …

Dieser hatte seinen Kollegen in der Toilette eingesperrt.

Den Angaben zufolge, hatte besagter Kollege zuvor bereits immer wieder Auseinandersetzungen mit seinen Arbeitskameraden gehabt. Als er sich dann auf der Toilette befand, schob einer der Mitarbeiter ein Stück Papier unter dem Türspalt hindurch und drückte dann den innen steckenden Schlüssel mit einem Gegenstand aus dem Schloss, so dass dieser auf das Blatt fiel.

Auf diese Art konnte der Mann den Schlüssel auf dem Papier auf seine Seite der Tür ziehen und seinen Kollegen damit auf dem Klo einsperren. Letzterer konnte dieser Falle nur entkommen, indem er die Tür schließlich eintrat.

Doch der vermeintlich harmlose Spaß hatte Konsequenzen.

Der Arbeitgeber kündigte der Ulknudel fristlos. Der Lagerist zog daraufhin vor das Arbeitsgericht Siegburg, doch die Kündigungsschutzklage wurde abgewiesen. Der Kläger habe seinen Kollegen zumindest zeitweise seiner Freiheit beraubt, indem er diesem „durch einen alten Trick“ den Schlüssel entwendete.

Das stelle eine ganz erhebliche Pflichtverletzung dar. Darüber hinaus sei die Toilettentür, und damit das Eigentum des beklagen Arbeitgebers, durch das Verhalten des Klägers beschädigt worden.

Aus Sicht des Richters sei in diesem Fall weder eine vorherige Abmahnung nötig gewesen, noch die Weiterbeschäftigung des Mitarbeiters bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist zumutbar.

Quelle: welt.de