Fall landet vor Gericht: Eltern werfen Pornosammlung ihres Sohnes weg – David Werking ist wahrlich vom Pech verfolgt: Nachdem sich zunächst seine Frau von ihm hat scheiden lassen, sieht sich der 43-jährige US-Amerikaner dazu gezwungen, zeitweilig zurück zu seinen Eltern in das Städtchen Grand Haven zu ziehen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, haben diese im Zuge dessen auch noch kurzerhand die Pornosammlung des Sohnes entsorgt. Eine Tat mit Folgen!

Denn Davids schmuddelige Sammlung umfasste über ein Dutzend Kisten voll mit Filmen, Magazinen und diverse Sexspielzeugen im Wert von umgerechnet über 25.000 Euro!

Der Verlust fiel ihm erst auf, als er nach zehn Monaten erneut umzog, und seine Eltern ihm seine restlichen Habseligkeiten in sein neues Zuhause schickten. Die Reaktion seines Vaters via E-Mail, nachdem Werking diesen auf den Verbleib der wertvollen Kollektion angesprochen hatte:

„Ehrlich gesagt, haben wir dir einen großen Gefallen getan, indem wir das ganze Zeug losgeworden sind, David.“

David war da jedoch ganz anderer Meinung und verklagte seine Eltern kurzerhand auf Schadensersatz, handelte es sich doch um „eine Sammlung von nicht mehr zu ersetzendem Eigentum“, wie Werkings Anwalt laut einem Bericht der „New York Post“ erklärte.

Die Eltern wiederum beharrten darauf, dass sie als Vermieter das Recht dazu gehabt hätten, die Pornosammlung loszuwerden. Doch Richter Paul Maloney entschied zugunsten des Klägers:

„Die Verteidiger zitierten kein Gesetz oder Fall, um ihre Ansicht zu stützen, dass Vermieter Eigentum zerstören dürfen, das ihnen missfällt.“

David selber schätzte den Wert der Sammlung auf 25.000 Dollar, verlangte mit Blick auf die Unersetzbarkeit vieler Teile daraus aber mehr als das. Also wurde die Expertin Dr. Victoria Hartmann hinzugezogen, um den Wert der Sammlung zu schätzen. Doch selbst diese war laut „mlive.com“ nicht in der Lage, 107 der Gegenstände auf der Liste des Sohnes zu bewerten.  

„In Anbetracht der großen Bandbreite an Bewertungen für einzelne Stücke und der Unfähigkeit von Dr. Hartmann, den Wert dieser Stücke auch nur zu schätzen, lehnt das Gericht es ab, einen Durchschnittswert zu verwenden, um Schadensersatz für diese Titel zuzusprechen“, erklärte der US-Bezirksrichter.

Letzten Endes müssen die Eltern nun eine Schadenshöhe von genau 30.441 US-Dollar (ca. 25.800 Euro) zahlen. Hinzu kommen außerdem noch Anwaltskosten in Höhe von 14.519 Dollar (ca. 12.300 Euro).

Quelle: bild.de