Wer dauernd Facebook nutzt, der fördert das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Das belegen gleich zwei neue Studien der Universität Houston in den USA. Zu langes Surfen in sozialen Netzwerken habe nämlich den Effekt, dass es die Nutzer ständig mit den Höhepunkten im Leben ihrer Freunde und Bekannten konfrontiert.

Facebook-Nutzer tendieren nämlich dazu, so die Wissenschaftler, nur über positive Dinge zu berichten. Diese Überflutung könne dazu führen, dass depressive Menschen sich mit anderen Nutzern vergleichen und das eigene Leben als minderwertig ansehen. Eine weitere Gefahr, die laut den Untersuchungen von Facebook ausginge, ist, dass Nutzer Informationen über ihre Freunde erhalten, die ihnen sonst nicht zugänglich sind. Das wiederum kann zur Folge haben, dass sich Nutzer einsam und isoliert fühlen.

Mai-Ly Steers, die Autorin einer der Studien, weist allerdings darauf hin, dass die Ergebnisse nicht bedeuten, dass Facebook an sich Depressionen auslöst. „Aber depressive Stimmungen und die Facebook-Nutzung sowie das Vergleichen mit anderen gehen Hand in Hand“, so Steers.