Zwar findet der meteorologische Sommeranfang erst am 20. Juni statt, doch er kündigt sein Kommen schon jetzt mit viel Radau an. Hitze, Starkregen, Hagel und Sturzfluten… das kommende Wochenende könnte mancherorts ganz schön ungemütlich ausfallen.

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) kann es in Deutschland zu „extremen Wetterlagen“ kommen. Die aktuelle Wettersituation bezeichnet man dort aktuell als „Sumpflage“, was bedeutet, dass wenig Dynamik in den feuchten Luftmassen stattfindet.

Der Wetterdienst Q.met warnt sogar vor lokalen Tornados.

Gegenüber der „Bild“ erklärt Klimatologe Dr. Karsten Brandt von „donnerwetter.de“: „Die Schwüle ist am Freitag richtig zu spüren. Erste Gewitter gibt es von Hamburg runter bis Dresden am Freitagabend, Heftiger wird es dann ab Samstagnachmittag. Gewitter wieder in einer Linie runter von Hamburg über Hannover, Magdeburg bis nach Südsachsen.“

Da durch den geringen Wind wenig Bewegung in den Starkregen kommt, kann es zudem an einigen Orten zu heftigen Regengüssen kommen, während es ein paar Straßen weiter nahezu trocken bleibt. Von daher sollte man in ganz Deutschland auf Starkregen und Gewitter vorbereitet sein.

Diplom-Meteorologe Jung von „Q.met“ warnt: „Die Gewitterlage ist am Wochenende lokal richtig gefährlich. Da sollte jeder gut die Unwetterwarnungen beobachten. Sonst gibt es viel Sonne und eine drückende Schwüle.“

Diplom-Meteorologe Stefan Zender von „Wetterkontor“ ist der gleichen Meinung und prognostiziert der „Bild“: „Am Wochenende besteht die Gefahr von Unwettern. Am Samstag kommt es in schwül-warmer Luft vielerorts zu kräftigen Gewittern. Diese können mit Starkregen, Hagel und Sturmböen einhergehen. Örtlich können hohe Regenmengen zusammenkommen, da die Gewitter sich teilweise nur langsam verlagern. Es drohen also Überflutungen.“

Auch der Tornado-Experte Thomas Sävert von „unwetteragentur.de“ bläst ins gleiche Wetterhorn und ergänzt: „Am Samstag können verbreitet Gewitter entstehen, die zum Teil heftig ausfallen können, teils mit Starkregen, Hagel und örtlich schweren Sturmböen. Mit den Gewittern steigt auch die Tornadogefahr an.“

Und so sieht es die nächsten Tage aus:

Am Freitag wird es am Rhein bis zu 30 Grad warm, während im Rest des Landes Werte von 23 bis 29 Grad erreicht werden. Lediglich im Norden und Osten gibt es Wolken und gelegentliche Schauer.

Am Samstag wird es schwül und entlang des Rheins bis zu 32 Grad warm, im Osten können sogar 33 Grad erreicht werden. Lokal bilden sich heftige Gewitter, teilweise mit sturzflutartigem Regen und Hagel. Vereinzelt besteht die Gefahr von Tornado-Bildung.

Sonntag wird es dann schwülwarm mit 20 bis 30 Grad im Osten. Im Norden und Osten kommt es dabei immer wieder zu kräftigen Gewittern.

Die kommende Woche startet dann ebenfalls mit warmen Temperaturen. Montag und Dienstag werden 24 bis 30 Grad erwartet, Mittwoch sogar noch etwas mehr. Es bleibt die Gefahr lokaler Schauer und möglicher Unwetter.

Dominik Jung fasst zusammen: „Viel Wärme, viel Hitze, doch es gibt immer wieder Niederschläge, das wird ein tropisches Feeling.“

Quelle: bild.de