Explosion an Tankstelle: Mann versucht, falsch getankten Sprit abzusaugen – Im nordrhein-westfälischen Witten kam es kürzlich an einer Tankstelle zu einer Explosion, nachdem ein Autofahrer seinen Wagen fälschlicherweise mit Superkraftstoff betankt hatte, anstatt mit Diesel. Nun führt diese Tatsache alleine natürlich nicht zu einer derartigen Katastrophe. Vielmehr war laut Polizeibericht eine ganze Menge Dummheit mit im Spiel.

Nach einem langen Tag, und dem Kopf voller Gedanken, kann es unter Umständen passieren, dass man zum falschen Zapfhahn greift. Das hat weniger etwas mit Intelligenz als vielmehr mit Aufmerksamkeit zu tun. Und die geht jedem irgendwann einmal abhanden.

Dass der Mercedes-Fahrer, nachdem er seinen Fehler bemerkt hatte, den Wagen dann aber zum stationären Staubsauger schob, steht auf einem anderen Blatt.

Selbst aus dem Polizeibericht ist eine gewisse Verblüffung herauszulesen: „Und [er] hat es wirklich getan! Er steckte den Schlauch des stationären Staubsaugers in den Tankstutzen und schaltete das Gerät ein, um das Benzin abzusaugen.“

Direkt danach kam es zu einer Explosion. Eine der zwei Frauen, die mit dem Mann unterwegs waren, erlitt dabei Verbrennungen, der Staubsaugerautomat sei außerdem beschädigt worden.

Ein Zeuge kam dazu und bot sofort Hilfe an. Doch der Mann erklärte, die verletzte Frau zunächst ins Krankenhaus bringen zu wollen, um daraufhin zur Tankstelle zurückzukehren.

Überraschung: Der Mann fuhr davon und kam nie wieder.

Nachdem Anfragen in den umliegenden Krankenhäusern ergebnislos geblieben waren, sucht die Polizei jetzt nach dem Mann, der nach Zeugenaussagen folgendermaßen beschrieben wird:

„Ein Südländer, ist circa 30 bis 40 Jahre alt, 175 cm groß, hat eine kräftige Statur, dunkle kurze Haare, einen Kurzhaarbart und war dunkel gekleidet. Die verletzte Begleiterin, ebenfalls augenscheinlich eine Südländerin, ist circa 30 Jahre alt, 165 cm groß, schlank und hat schwarze lange Haare.“

Der weiße Mercedes trägt ein Gütersloher Kennzeichen

Die Ermittlungen dauern aktuell noch an. Hinweise werden beim Wittener Kriminalkommissariat 33 unter der Nummer 0234/909-8305 entgegengenommen.

Quelle: focus.de