Kommt es euch auch irgendwie falsch vor, dass ihr immer aufstehen müsst, wenn es draußen noch kalt und dunkel ist – und nur mit Kaffee und Dusche werdet ihr halbwegs wach? Damit steht ihr nicht allein: Der Schlafforscher Dr. Paul Kelley ist auf eurer Seite. Er ist in seiner beruflichen Funktion überzeugt: Die Menschen in der westlichen Welt bekommen nicht genug Schlaf, weil die Arbeit zu früh anfängt.

Er hat ein Buch dazu verfasst, „Body Clocks“, in dem er empfiehlt, erst ab 10.00 Uhr morgens mit der Arbeit anzufangen, um Gesundheit und Produktivität zu steigern. Als ehemaliger Direktor einer englischen Schule erlaubte er seinerzeit bereits den Schülern, erst um 10:00 Uhr mit dem Unterricht zu beginnen. Der Schlafforscher hält den Mittag sogar noch eher für die „ideale Zeit“, 10.00 Uhr stellt für ihn lediglich einen Kompromiss dar.

Vier Schlaftypen – Eine Zeit

In der britischen Frühstücksfernseh-Show „This Morning“ erklärte Kelley: „Überall in der westlichen Welt bekommen Erwachsene in ihrem Arbeitsleben im Schnitt nur sechseinhalb Stunden Schlaf, dabei hat die Wissenschaft bewiesen, dass wir wenigstens acht benötigen. Arbeitsbeginn um 10:00 Uhr wäre die gerechteste (und beste) Wahl, wenn sich alle auf eine Anfangszeit einigen müssten. Das würde das Schlafdefizit der gesamten Bevölkerung mindern.“

Der Experte spricht von einer Senkung um bis zu 70 Prozent, was durchschnittlich 36 Minuten am Tag wären. Dabei ist sich Dr. Kelley bewusst, dass es verschiedene Aufsteh-Kategorien gibt. Er unterscheidet zwischen definitiven Morgenmenschen, Morgenmenschen, Abendmenschen und definitiven Abendmenschen – für sie alle hält er 10:00 Uhr morgen für den besten Durchschnitt für das Aufstehen.

Jetzt müssen wir nur irgendwie unsere Chefs überzeugen…

Quelle: ladbible.com