Hättet ihr gerne 100.000 Euro? Einfach so auf die Hand? Und wenn ja, was würdet ihr damit machen? Bevor ihr jetzt vor Freude durch die Bude rennt, euren Jobcenter-Sachbearbeiter verhaut bzw. euren vorhandenen Beruf kündigt, kommt bitte runter. Mann.tv mag euch zwar, Kerle halten schließlich zusammen – aber denkt ihr nicht auch, dass wir den Segen behalten würden, wenn wir derart viel Kohle hätten?

Nein, diese Frage ist vielmehr der Aufhänger einer repräsentativen Studie der Targobank – deren Stichfrage lautet: „Was würden die Deutschen mit 100.000 Euro tun?“ Die Antwort fällt dabei wenig überraschend aus. Knapp die Hälfte aller Befragten (49 %) würde den Schotter aus einer Erbschaft, Schenkung oder Lottosegen auf den Kopp hauen. Reisen, Autos, Elektrospielzeug – die Möglichkeiten für Verbraucher sind vielfältig.

Gerade mal 31 % der Umfrageteilnehmer entscheiden sich überhaupt erst fürs Sparen – 14 % würden das Geld hingegen, wenn dann nur als langfristige Aktien- oder Fondsanlage festlegen. „Es ist verständlich, dass die Deutschen angesichts der niedrigen Zinsen das klassische Sparen als unattraktiv empfinden“, so Otmar Lang, Chef-Volkswirt der Targobank.

Auf Platz zwei und drei nach dem besagten Konsumrausch? Die Ausbildung der eigenen Enkel oder Kinder sowie die Renovierung von Immobilien. Zumindest sind wir keine Egoisten – oder einfach nicht weitsichtig: Die eigene Altersvorsorge kommt gerade mal für ein Drittel aller Beschenkten in Frage, nur ein Viertel gar würde das Geld nutzen, um Schulden abzubezahlen. Schlingel!

Apropos Schlingel: Geschlechtermäßig wird die Sachlage noch klarer. Da sind wir Kerle nämlich weiter vorne, wenn es darum geht, die Kohle für unser eigenes Vergnügen rauszuballern, während die Damenwelt – ihr ahnt es – das Geld eher für die Versorgung der Blagen zurückstellt.

Wir fragen uns: Wann werden diese Umfragen eigentlich mal praktisch erfahrbar? Die Redaktion bietet sich jedenfalls freiwillig an, liebe Umfrageinstitute – gebt uns einfach 100 Mille und wir zeigen euch, was wir damit machen würden.