Um zu beweisen, dass sie friedlich sind: Profi-Angler badet mit Piranhas – Geht es nach den Irrtümern, die über Raubtiere durch Jahrzehnte von Fehlinformationen und Halbwahrheiten herumgeistern, folgt direkt auf Haie und Riesenschlangen mit dem Piranha die dritte Spezies, die als Monster verschrien ist. Wahr ist, dass so ein Piranhaschwarm tatsächlich binnen Minuten ein Lebewesen bis auf die Knochen abnagen kann. Doch die Blutrünstigkeit der Tiere wird stark übertrieben. Das will der Mann aus diesem Video mit seinem Versuch zeigen.

Man sollte eben nur nicht schwer krank sein oder bluten, wenn man es mit einem solchen Schwarm zu tun hat, so das Fazit. Denn Piranhas, zu deutsch auch Sägesalmler genannt, bilden in den Flüssen Südamerikas eine Gesundheitspolizei, die rigoros mit Aas und kranken Tieren umgeht. Der Mann, der hier zu den Fischen in ein Becken steigt, ist Jeremy Wade. Eifrige YouTube-Nutzer oder DMAX-Schauer kennen den Fischexperten vor allem aus einem Format:

Bei „River Monsters“/„Fluss-Monster“ zeigt uns der Profiangler seit Jahren die heimlichen Herrscher in jedem Flusslauf oder See, von denen die meisten von uns nichts ahnen.

Für eine seiner Folgen stieg er eben zu einer ganzen Gang von Pygocentrus nattereri ins kühle Nass. „Natterers Sägesalmer“, von Laien auch gerne „Rotbauch-Piranha“ genannt, ist eine der klassischen Arten, die man mit der Tierfamilie der Sägesalmer verbindet, unverkennbar durch die rote Bauchzeichnung.

Sagt ein Laie Piranhas, meint er in der Regel diese Familie. Ja, es stimmt, wittert dieser Fischschwarm Blut, droht dem verwundeten Tier (oder Menschen) ein möglicherweise grässliches Schicksal.

Doch was passiert, wenn man weder krank ist, noch blutet – und zu ihnen ins Wasser steigt? Ein Video, das mit den blutrünstigen Mythen über diese nützlichen Tiere aufräumt.