Die Evolution vermag Erstaunliches zu leisten, so man ihr denn genug Zeit lässt. Immerhin haben Fische irgendwann gelernt, an Land zu atmen, und eines Tages werden wir Menschen sicherlich auch keine Haare mehr unter den Achseln haben. Alles gute Sachen, allerdings kann die Nummer auch nach hinten losgehen. Wer weiß, wenn wir immer weniger unsere eigenen Beine benutzen, sehen wir womöglich eines Tages aus wie Jabba the Hut.

Auf dieser Basis sieht der New Yorker Chirurg Kenneth Hansraj in Smartphones derzeit tatsächlich eine akute Gefahr für die Anatomie des Menschen. Seiner Studie zufolge starrt ein durchschnittlicher New Yorker gut 700 bis 1400 Stunden im Jahr auf sein Smartphone. Nun führt ein zwecks Tipphaltung geneigter Kopf zu einer Mehrbelastung der Halswirbelsäule, was gerne auch mal in einen Bandscheibenvorfall ausartet. Noch! Denn irgendwann wird sich der menschliche Körper wie gesagt an die neuen Gegebenheiten angepasst haben. Da die Bänder im Nacken den nach unten ziehenden Kopf halten müssen, wird es dann wohl so aussehen, dass die Knochen der Wirbelsäule entsprechend wachsen.

Ein Buckel wird also womöglich irgendwann kein Makel mehr sein, sondern als Sinnbild für einen erfolgreichen Menschen herhalten und damit einen ehrenwerten Platz neben dem Wohlstandsbauch einnehmen. Schöne neue Welt!

Quelle: sueddeutsche.de