EU-Sprachleitfaden: Statt Maria und Josef lieber Malika und Julio – Das Thema um diskriminierungsfreie Sprache sorgt mittlerweile schier täglich für hitzige Diskussionen. Eine solche Diskussion stieß kürzlich die EU-Gleichstellungskommissarin Helena Dalli an, die einen EU- Sprachleitfaden vorschlug, der für reichlich Aufregung bis zum Vatikan sorgte.

Denn für einen Sprachleitfaden zu diskriminierungsfreier Sprache in der Europäischen Kommission schlug Helena Dalli vor, dass aus Rücksicht auf Nicht-Christen zum Beispiel Worte wie Weihnachten nicht mehr genutzt werden sollen. Die Empfehlung der EU-Gleichstellungskommissarin beinhaltete auch, dass biblische Namen wie eben Maria und Josef besser durch Varianten Malika und Julio ausgetauscht werden sollten.

Kolleginnen und Kollegen anstatt Damen und Herren

In EU-Sprachleitfaden wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass man Damen und Herren lieber nicht mehr verwenden solle, da sich hierbei eventuell nicht alle Menschen angesprochen fühlen würden. Daher solle man eher Kolleginnen und Kollegen verwenden, da dies eher die Vielfalt in der EU-Kommission darstelle.
 
So ganz ernst nahm EU-Vizepräsident Margaritis Schinas diesen Leitfaden nicht, sagte während einer Pressekonferenz: „Ich hoffe, Sie hier in der Kommission noch mit Damen und Herren begrüßen zu dürfen.“

Derweil sprach der Fraktionschef der Linken im EU-Parlament, Martin Schirdewan, bezüglich einer Streichung des Wortes Weihnachten von einer „Hanebüchene Regulierungswut“. Süffisant mutmaßte Schirdewan zudem, dass den „überbezahlten Kommissionsbeamten so kurz vor Weihnachten langweilig geworden ist.“ Und bei diesen wohl „nicht mehr alle Kerzen auf dem Schwibbogen leuchten“.
 
Mittlerweile wurde der Sprachleitfaden der EU-Gleichstellungskommissarin Helena Dalli allerdings zurückgezogen.

Quelle: br.de