Vater werden ist nicht schwer, Vater sein … Es ist vielleicht nicht die schönste Vorstellung, die moderne Eltern haben, und ist doch Realität: Das eigene Kind ist nicht immer der perfekte kleine Gentleman. Je älter, lebenserfahrener unsere Kinder werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich anders verhalten, als wir das gerne hätten. Manche von ihnen werden auch zu regelrechten Bullys, Rowdys oder Schulschlägern. Doch wie soll man damit umgehen? Wie stoppt man eine solche Entwicklung? Vor dem Problem stand auch der Herr aus dem nun folgenden Video – und seine Erziehungsmethoden werden im Internet heiß diskutiert.

Bryan Thornhill heißt der Mann und er hat einen zehnjährigen Sohn namens Hayden. Als Bryan mitbekam, dass sich sein Filius als Kind erwies, das seine Mitschüler durch Mobbing quälte, reagierte der 33-jährige Vater kompromisslos: Denn sein Sohn hatte die anderen Kinder vor allem im Schulbus gequält, also wollte ihm Thornhill einen passenden Denkzettel erteilen: Er ließ Hayden den Weg zur Schule eine Woche lang laufen. Joggen, nicht gehen. Die komplette Strecke zu Fuß, im strömenden Regen. Einige Kilometer und mit vollem Schulranzen.

Aus dem Off kommentiert der Vater sein Video, richtet sich an andere Eltern: „Das hier nennt man Erziehung, Leute, falls ihr also nicht wisst, wie es geht, bitte sehr: Erteilt eurem Kind eine Lektion.“ Wie Bryan im Video mitteilt, seien die Veränderungen nach nur wenigen Tagen spürbar: Die Lehrer klagten nicht mehr über Haydens Verhalten, seine Aufmerksamkeit im Unterricht sei durch die von Thornhill als „Workout“ bezeichnete Strafe viel besser geworden. Doch natürlich gibt es auch kritische Stimmen, die sich dagegen aussprechen, ein ohnehin nachweislich (!) ADHS-krankes Kind auf so eine Weise zu behandeln. Viele sprechen von Grausamkeit und Online-Geltungssucht Thornhills.

Quelle: washingtonpost.com