Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass in Zeiten von sozialen Medien, Games, Tablets und Smartphones etliche Eltern diese Ablenkungen als Ersatz für eine echte Erziehung ansehen. Die Blagen werden von den Geräten geparkt – und andere dürfen die Frechheiten der verzogenen Herzchen später ausbaden. Der Vater aus diesem Video verfolgt hingegen eine eher harte Erziehungsstrategie, die gerade heiß diskutiert wird…

Matt Cox aus Ohio wollte seine Tochter Kirsten eine Lektion erteilen – er schickte sie wegen ihres Fehlverhaltens nicht einfach nur ganze acht Kilometer zu Fuß zur Schule, sondern fuhr den ganzen Weg neben her und filmte das Mädchen bei seinem Canossagang. Seine Aktion ging viral und wurde weltweit millionenfach in den sozialen Medien geklickt. Aus dem Off des Clips hört man ihn sagen:

„Diese reizende Dame ist meine 10-jährige Tochter, die in diesem Jahr zum zweiten Mal wegen Mobbing eines anderen Schülers aus dem Schulbus geworfen wurde. Lasst mich euch das ganz klar sagen: Mobbing ist inakzeptabel, vor allem in meinem Haus.“ Weiter sagt er: „Viele Kinder denken heute, dass die Dinge, die ihre Eltern für sie tun, ein Anrecht und kein Privileg seien, wie z. B. die Mitnahme der Kinder oder etwa die Busfahrt zur Schule am Morgen.“

„Ich tue das für meine Tochter“

Doch Cox sieht das anders: „All das ist ein Privileg und sollte als solches behandelt werden, so dass meine liebe Tochter heute bei 36 Grad (Fahrenheit, umgerechnet 2,2 Grad Celsius) fünf Meilen zur Schule laufen wird. Ich weiß, dass viele von euch Eltern dem nicht zustimmen werden, und das ist in Ordnung.“ Cox nannte sein Video „Life Lessions“, „Lebenslektionen“ – nicht ohne Grund: 

„Ich tue, was ich für richtig halte, um meiner Tochter eine Lektion zu erteilen, um sie vor dem Mobbing zu bewahren“, so Cox. Er wolle keiner „kein weiterer Elternteil sein, der die Hände einfach in den Schoß legt, und sagt: Kinder sind halt Kinder.“ Der Vater will, dass andere Sprösslinge sehen, dass Handeln Konsequenzen hat – und es sie davon abhält, Mitschüler zu quälen und zu mobben:

„Eltern müssen ihre Kinder zur Verantwortung ziehen. Das [er meint das Video] war ich, wie ich zeigte, wie ich mein Kind zur Verantwortung ziehe.“ Kirsten selbst ist mit der Strafe einverstanden, nach eigenen Angaben hat sie ihre Lektion gelernt. Sie wurde selbst gemobbt und hat dieser Erfahrungen an andere Schüler weitergegeben: „Ich wurde viele Male von Kindern geärgert, die größer waren als ich“, so Kirsten. Damit soll nun Schluss sein.

Quelle: ladbible.com