Das Jahr ist beinahe vorbei, vielleicht haben wir ja Glück und kommen in den letzten paar Wochen noch ohne eine weitere gastronomische Hiobsbotschaft aus … zu spät. Was lesen wir da? Hmm, war ja klar, dass eine der letzten Bastionen der Grundnahrungsmittel nun auch auf der Abschussliste steht.

Denn die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) gab bekannt: Wurst und verarbeitete Fleischprodukte stehen in höchstem Verdacht, krebserregend zu sein. Bei der Produktion und Erhitzung dieser Nahrungsmittel, dem Pökeln, Räuchern, Fermentieren, kommt es nämlich laut WHO zur Bildung polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe sowie heterozyklischer aromatischer Amine. Beides sind Substanzen, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen.

Damit teilt sich die Wurst nun einen Platz in der Liste krebserregender Stoffe an der Seite mit dem bekannten und verrufenen Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Keine schlechte Leistung für ein Lebensmittel, das ein nicht unwesentlicher Anteil der Menschheit bereits seit Jahrtausenden konsumiert, ohne dabei vollkommen ausgestorben zu sein.

„Für den Einzelnen ist das Risiko klein, infolge des Fleischkonsums Darmkrebs zu entwickeln“, so Kurt Straif von der IARC. „Aber das Risiko steigt mit der verzehrten Menge.“
Hmm, das Jahr hat ja noch zwei Monate. Mal sehen, wovon wir euch an dieser Stelle im Dezember berichten dürfen. Auf der Liste der Krebserreger sind ja noch ein paar Stellen frei. Die mann.tv-Favoriten, wenn das so weitergeht: Atemluft oder Trinkwasser …