Ständig bekommt man zu hören, wie ungesund Salz ist und dass man nur sehr wenig zu sich nehmen soll. Nun hat jedoch die Universität von Glasgow herausgefunden, dass das ehemalige Zahlungsmittel zumindest Bluthochdruckpatienten ein wenig behilflich sein kann.

Natürlich bleibt die Aussage bestehen, dass zu viel Salz ungesund ist. Wer jedoch an zu hohem Blutdruck leidet, kann das eine oder andere zusätzliche Gramm des weißen Gewürzes vertragen. Mehr als 35 Jahre wurden 13.000 Patienten mit zu hohem Blutdruck im Rahmen einer Studie beobachtet. Das Ergebnis dieser Langzeituntersuchung ergab, dass die Probanden definitiv mehr Salz vertragen, als bis dato angenommen.

Laut der WHO liegt die empfohlene Zufuhrmenge bei zwei Gramm pro Tag. Grund hierfür ist Natrium, einer der beiden Inhaltsstoffe von Salz und mitverantwortlich für hohen Blutdruck. Laut der Studie führt jedoch das Ausbleiben von Chlorid, dem zweiten Inhaltsstoff von Salz, zu einer erhöhten Sterblichkeit bei Bluthochdruckpatienten. In der Beobachtungsgruppe mit dem niedrigsten Chlorid-Wert lag die Sterberate um 20 Prozent höher als in den anderen Gruppen.

Es muss aber erwähnt werden, dass das gesamte Studienergebnis sich rein auf Menschen mit zu hohem Blutdruck bezieht. Wer noch nicht daran leidet und zu viel Salz zu sich nimmt, läuft Gefahr ebenfalls daran zu erkranken.