Wenn das wirklich funktioniert, dann nominieren wir die zwei Jungunternehmer aus Mainz für den Nobelpreis. Angeblich haben die beiden Herren nämlich einen Drink entwickelt, der den üblen Nachwirkungen des exzessiven Alkoholgenusses vorbeugen soll. Endlich mit den Kumpels saufen gehen, ohne sich am nächsten Tag vollkommen geschwächt und zerschossen dem mitleidlosen Spott des Weibes stellen zu müssen? Shut up and take my money!

Christopher Prätsch und Torben Murach heißen die beiden Kreuzritter, ihre Erfindung 'one:47'. Der Name des Anti-Hangover-Shots bezieht sich auf die Uhrzeit 01:47 in der Früh. Eine Zeit, zu der nachtaktive Schnapsnasen üblicherweise schon voll dabei sind, und bereits etwas gegen den Kater getan haben sollten. Denn damit das Zeug wirkt, müsse man one:47 vor und nach dem Alkoholgenuss zu sich nehmen.

Schmecken soll das Ganze fruchtig-scharf mit ausgeprägter Ingwernote. Enthalten seien nur Vitamine, Mineralien und Pflanzenextrakte. Keine Spur von Medikamenten, Drogen oder Koffein. Von daher stelle es auch kein Problem dar, das Produkt als Funktionsgetränk auf den Markt zu bringen. Den Erfindern nach ist 'one:47' aber keine Wunderwaffe und dürfe nicht als Freifahrtsschein für hemmungslose Besäufnisse verstanden werden. Drei Flaschen Rotwein könne auch der Drink nicht kompensieren.

„Es ging uns nie darum, mehr Alkohol trinken zu können, sondern darum, das eigene Leben smarter und ausgeglichener zu gestalten.“
Der Shot ist für Menschen zwischen 20 und 40 Jahren konzipiert, die es sich einerseits nicht nehmen lassen wollen, in der Nacht zu feiern, andererseits aber morgens früh bereits wieder fit sein müssen. „Wer von den Young Professionals hat heute noch Zeit, verkatert im Bett herumzuhängen?“

Die Idee hat natürlich einen bitteren Nachgeschmack, war doch der morgendliche Kater der beste Lehrmeister im Umgang mit Alkohol. Aber gut, ob das Zeug wirkt, muss sich ohnehin erst noch herausstellen – nämlich wenn die beiden Unternehmer über ihre Crowdfunding-Aktion genug Geld gesammelt haben. Dann soll das Fläschchen zunächst übers Internet, später über Supermärkte in der Region und schließlich deutschlandweit zu erstehen sein und 3,50 Euro kosten.

Wir freuen uns auf die Testnacht, sehen dem Testmorgen jedoch mit berechtigter Skepsis entgegen.

Quelle: AZ