Wer kennt ihn nicht, den Kater! Ein übler Geselle, der mit der Migräne zusammen in die Schule gegangen ist. Einer von diesen Typen, die im Bus ganz hinten sitzen, um von dort aus alle anderen zu schikanieren. Auf der Rückbank neben ihm hocken immer seine Kumpels Übelkeit, Schwindel und das Gefühl ganz einfach nur sterben zu wollen. Gemeinsam prügeln sie so lange auf ihr Opfer ein, bis dieses wimmernd schwört, nie wieder Alkohol zu trinken. Eines muss man dieser grausamen Truppe jedoch zugutehalten: Wer sich mit ihnen anlegt, ist üblicherweise auch selber schuld. Aber jetzt stellt euch aber mal eine Welt vor, in der ihr saufen könntet, ohne befürchten zu müssen, dass euch die Kater-Gang am nächsten Morgen auflauert …

Klingt nach einer besseren Welt, nicht wahr?! Und diese könnte womöglich bald Realität werden. Denn britische Forscher arbeiten an einem Alkohol, dessen Konsum keinen Kater nach sich zieht!

Bis 2050 soll der Hangover besiegt sein. Die Substanz, welche auf den Namen „Alcosynth“ getauft wurde, imitiert angeblich die Wirkung von herkömmlichem Alkohol, ohne die fiesen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder einen trockenen Mund nach sich zu ziehen. Und nicht nur das: Der synthetische Alkohol, den David Nutt, Professor für Neuropsychopharmakologie am Imperial College in London, entwickelt zu haben behauptet, soll sogar ungefährlich für die Leber und das Herz sein.

Zurzeit laufen nach Angaben des Wissenschaftlers 90 Patentanträge für verschiedene Variationen der Substanz, mit der man am Ende genießbare Drinks wird mixen können. Zwei davon werden gerade auf ihre Verträglichkeit hin getestet. Allerdings wird es wohl noch etwas dauernd, bis die Stoffe umfassend geprüft worden sind. Bis 2050 soll es aber so weit sein. Nutt gibt sich optimistisch: „Die Menschen wollen gesündere Drinks. Die Getränkeindustrie weiß, dass Alkohol bis zum Jahr 2050 verschwunden sein wird.

Die Idee klingt natürlich verlockend, aber schade wäre es schon irgendwie, seinem Filius nicht mehr mit vor Hohn triefender Stimme nach dessen erster durchzechter Nacht sagen zu können: „Siehst du mein Sohn, jetzt weißt du, wie es ist, ein Mann zu sein!"

Quelle: heilpraxisnet.de