Enorme Preisanstiege: Urlaub 2021 deutlich teurer als vor Corona – Die Corona-Krise hat sich trotz aufkommender Delta-Variante merklich entschärft. Da die Lockdowns gefallen sind, die Reisebeschränkungen zurückgenommen wurden und die Impfzahlen steigen, wollen viele Deutsche nach langer Zeit endlich wieder Urlaub machen.

Allerdings muss für dieses Vorhaben tiefer in die Tasche gegriffen werden. Denn nach einem aktuellen Preisvergleich des Vergleichsportals „Check24“ sind die Kosten bis zu dreimal so hoch, wie noch vor Corona. Hierzu verglich „Check24“ die aktuellen Preise für Mietwagen, Flug, Hotel und Ferienwohnungen mit denen aus dem Sommer 2019.

Preisanstieg von 235 Prozent

Nun hat „Bild“ die Zahlen dazu veröffentlicht. Am höchsten sind hier die Preise für Mietwagen gestiegen, insbesondere auf den einschlägigen Ferieninseln. Wer zum Beispiel auf Ibiza 2019 einen Wagen mietete, zahlte im Schnitt 20,82 Euro. Im Sommer 2021 muss man hingegen durchschnittlich satte 69,75 Euro pro Tag auf den Tisch legen. Das ist ein Preisanstieg von unglaublichen 235 Prozent.

Auch auf Sizilien stieg der Mietwagenpreis im Vergleich zu 2019 von 24,26 auf 67,04 Euro. Auf Mallorca muss man derweil 49,54 Euro blechen, ganze 126 Prozent mehr als noch vor Corona. Dr. Andreas Schiffelholz, Geschäftsführer Mietwagen bei CHECK24, erklärt die Preise so: „Weil viele Vermieter ihre Flotten während der Corona-Pandemie verkleinert haben, verschärft das die Situation in Urlaubsregionen zunehmend. […] Außerdem sind die Kapazitäten auf den Fähren begrenzt, um Fahrzeuge dorthin zu bringen. Zum anderen können viele Automobilhersteller aufgrund von coronabedingten Produktionsproblemen gar nicht liefern.“

Hotels und Ferienwohnungen teurer

Auch in Bezug auf die Preise in Hotels und Ferienwohnungen sind starke Anstiege zu verzeichnen. Hierzulande zahlt man für Hotels im kommenden August ganze 27 Prozent mehr, bei Ferienwohnungen 14 Prozent, als noch im August 2019. Im Ausland ist es wesentlich heftiger. Wer sich zum Beispiel in Kroatien eine Ferienwohnung gönnen möchte, zahlt im Schnitt 153 Euro. Das sind 61 Prozent mehr als noch 2019, wo man 95 Euro zahlte.

Auch in Dänemark sind die Preise um durchschnittlich 55 Prozent und in Griechenland um 38 Prozent gestiegen. Bezüglich Hotels schießt jedoch die Türkei den Vogel ab. Denn dort kostet ein Zimmer im Schnitt mit 165 Euro knapp doppelt so viel wie noch 2019, wo man 92 Euro zahlte. Das ist eine Preissteigerung von 79 Prozent. Aber auch in Griechenland hat man die Preise in Hotels der Ferienorte mit 44 Prozent erhöht, in Italien sind es im Schnitt 34 Prozent und in Österreich 32 Prozent.

Flugreisen früh buchen

Wer übrigens mit dem Flugzeug seinen Urlaub in die typischen Ferienorte antreten will, muss mittlerweile rund 29 Prozent mehr zahlen als noch im Sommer 2019. Sebastian Sager, Geschäftsführer Flüge bei CHECK24 erklärt: „Die zunehmende Nachfrage treibt die Flugpreise nach oben. […] Wer noch einen Urlaub für den Spätsommer oder Herbst plant, sollte sich bald um die Flüge kümmern, bevor die Preise weiter steigen oder die bevorzugte Verbindung ausgebucht ist.“

Quelle: bild.de