Energie-Kosten: Deutschland verschenkt Strom ins Ausland – In Zeiten, in denen die höchsten Strompreise aller Zeiten gezahlt werden müssen, derzeit rund 32 Cent pro Kilowattstunde, werden Verbraucher alles andere als glücklich darüber sein, wenn sie hören, dass die Bundesregierung Strom-Geschenke ans Ausland verteilt.

Hierbei geht es um bis zu eine halbe Milliarde Euro, die die Strom-Geschenke an EU-Staaten wie Österreich, Polen oder die Niederlande Verbraucher hierzulande kosteten. Die Gründe für den kostenlosen Strom an unsere Nachbarn liegen laut der Regierung an den überlasteten Netzen, zum Beispiel in Sturmperioden. Beim Strom zum Nulltarif für die Nachbarstaaten werden stellenweise sogar Zuzahlungen gezahlt.

Phantom-Strom

Ebenfalls denkwürdig ist die Tatsache, dass zudem Besitzer von Windkraftanlagen im letzten Jahr ganze 761 Millionen Euro an Erstattungen für Strom kassiert haben. Das wohlgemerkt für Strom, den sie weder produziert noch geliefert haben. Hierbei spricht man vom sogenannten „Phantom-Strom“.

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, erhalten Besitzer von Windkraftanlagen dennoch ihr Geld, auch wenn ihre Windräder aufgrund überlasteter Netze stillstehen. Durch das EEG soll die Energiewende vorangetrieben werden.

„Politikversagen großen Ausmaßes“

Der ehemalige Topmanager Prof. Fritz Vahrenholt sagte gegenüber „Bild“: „Solange keine ausreichenden Leitungen und Speicher vorhanden sind, wird der Ausbau der Windenergie nur zu mehr Abschaltungen und Kosten führen. Und bei Windflaute importieren wir teuren Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland.“

Darüber hinaus sollen laut „Spiegel“ zulasten der Stromkunden deutsche Konzerne wie Bayer oder Daimler sich um Zahlungen der EEG-Umlage gedrückt haben – hierbei geht es um zehn Milliarden Euro. Der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Klaus Müller, bezeichnet diesen Umstand als „ein Politikversagen großen Ausmaßes“.

Quelle: bild.de