„Energetische Orgasmen“: Yoga-Lehrerin „kommt“ ohne Sex oder Berührung – Meistern der Kampfkünste, Yogi oder Gurus sagt man mitunter erstaunliche Kräfte nach. Doch die Fähigkeiten dieser Yogalehrerin sind selbst nach den Maßstäben solcher Leute erstaunlich: Ganz ohne Hand anzulegen, Sexualpartner, Pornographie oder sonstige Berührung ihrer Genitalien kann diese Frau sich selbst zum Orgasmus bringen. Wissenschaftlich bestätigt.

Karolin Tsarski litt unter Vaginismus – einem Zustand, bei dem sich die Scheide der Frau verkrampft, sobald ein Eindringen versucht wird. Daher trainierte die Yogalehrerin aus Estland ganze zehn Jahre „tantrisch“, um sich ganz ohne Zutun oder Stimulation zum Orgasmus bringen zu können. Dass dies keine bloße Behauptung ist, konnte eine Untersuchung der 33-Jährigen durch eine Forschergruppe nachweisen, wie das Portal „LADbible“ berichtet.

Dazu wurden Blutproben entnommen.

Ebenso kam der sogenannte „Mah und Binik Orgasmusraten-Maßstab“ zum Einsatz, der verschiedene klitorale und anale Orgasmen der 33-Jährigen mit ihren tantrischen, nicht körperlich simulierten Höhepunkten verglich. Dabei zeigte sich, dass ihre mentalen Orgasmen die körperlichen in Sachen Höhenflug und emotionaler Intimität sogar noch übertrafen. Die Blutproben wurden jeweils 30 Minuten vor, direkt nach sowie 30 Minuten nach diesen Tantra- Höhepunkten genommen.

Zudem wurde der Versuch über den Verlauf von drei Wochen je einmal pro Woche wiederholt. Dabei zeigte sich, dass die hormonellen Werte der Yogalehrerin, insbesondere mit dem Hormon Prolactin, nach dem ersten der tantrischen Orgasmen teils um 25 Prozent anstiegen. Dieses Hormon gilt dem Bericht zufolge als Marker für die Qualität eines Höhepunktes.

Entsprechend konstatierten die Experten im Fazit ihrer Studie:

„Der Prolaktinanstieg nach dem Orgasmus ist ein objektiver Indikator für die Qualität des Orgasmus. Der Anstieg des Prolaktins nach ihren NGSOs (nicht stimulierten sexuellen Orgasmen, der Verf.) deutet darauf hin, dass sie die gleichen physiologischen Veränderungen wie GSOs (genitalstimulierten Orgasmen, der Verf.) hervorrufen und auf eine 'Top-down'-Verarbeitung im Gehirn zurückzuführen sind.“

Die Yogalehrerin ist überzeugt, dass alle Frauen diose Fähigkeit erlernen können – heute fungiert Tsarski als Beraterin für Frauen, die ihre „orgasmische Energie erwecken“ möchten. Dazu dient eine Ausbildung in Körperhaltungen, Atemtechniken und Körperspannung, welche dazu dienen soll, „zu lernen, wie man Energie erweckt, spürt und diese lenkt und aufsteigen lässt“. Tsarski zu ihrer eigenen Methode:

„Darüber hinaus habe ich Beckenbodenübungen, Brustmassagen und Übungen zur Befreiung von Scham und Schuldgefühlen absolviert. Ich lernte, mich zu entspannen und loszulassen, akzeptierte mein Körperbild und brachte mehr Achtsamkeit in mein tägliches Leben.“

Die Forscher veröffentlichten ihre Studie in „Sexual Medicine“.

Quelle: ladbible.com