Ende für Billig-Angebote auf Amazon: Kunden sollten sich hierauf einstellen – Das Warenangebot beim Online-Versandhausgiganten Amazon ist schier endlos. Neben unzähligen Produkten anderer Hersteller vertreibt Amazon auch Eigenmarken. Bei einer davon gibt es laut einem Medienbericht nun einen auffälligen Wandel. Sämtliche Informationen dazu findet ihr im Folgenden.

Wie „Chip“ berichtet, hat Amazon seine Strategie für die Eigenmarke „Our Essentials“ geändert. Es handelt sich dabei um eine Alternative des Versandhausriesen für Haushaltsprodukte und Lebensmittel, wie man sie auch bei deutschen Discountern findet. Laut dem Bericht gab es dort Produkte wie etwa Currypulver oder Toilettenpapier und Dosengemüse zu einem günstigeren Preis als bei der herkömmlichen Konkurrenz.

Damit soll Schluss sein:

Denn laut dem Bericht wurden die Preise für die Produkte des Sortiments „Our Essentials“ um zehn Prozent erhöht. Damit übersteigen die Preise für Waren aus diesem Sortiment nun jene, die im deutschen Lebensmittelhandel dafür veranschlagt werden. „Chip“ beruft sich bei der Meldung auf die „Lebensmittel Zeitung“. Demnach wirkt sich dieser Strategiewechsel von Amazon deutlich auf die Preisstruktur bei seinen Eigenmarken aus – und darauf, wie Kunden diese kaufen können.

Denn die Bedeutung von „Our Essentials“ hat dem Bericht zufolge in den letzten Monaten erkennbar zugenommen. Die Marke hat ihren Ursprung in Deutschland – und hierzulande wurde das Sortiment entsprechend deutlich vergrößert. So umfasste laut Artikel „Our Essentials“ 2022 noch etwa 50 Produkte. Nunmehr sind es 138 Artikel.

Darunter:

Lebensmittel mit langer Haltbarkeit, Drogerie- und Haushaltswaren sowie Tierbedarf. Augenfällig ist laut dem Artikel die Positionierung der Eigenmarken im Geschäft. Denn mit Amazon Fresh bietet man auch einen Lebensmittellieferdienst, der unter anderem auch Kühlware umfasst. Doch dieser bleibt weiterhin bei seinem Bestand von 20 möglichen Artikeln – ein deutlicher Kontrast zur Platzierung von „Our Essentials“ und dem eingangs erwähnten Wachstum auf 138 Produkte.

Auch bewirbt Amazon die Waren des Sortiments an prominenter Stelle – dort, wo eigentlich gesponserte Produkte zu finden sind. „Chip“ nennt hier etwa Müllbeutel: Bei der Suche danach wird einem an erster Stelle die Amazon-Eigenmarke angezeigt. Sie steht damit noch über den gesponserten Produkten. Mit der Änderung liegt Amazon im Trend, da Kunden laut Bericht immer mehr die Eigenmarken bevorzugen.

Die Folge:

Auf dem europäischen Markt ist Amazon mittlerweile auf eine dreistufige Private-Label-Strategie umgestiegen. Diese kommt auch bei vielen Lebensmittelhändlern zum Einsatz. So hat Amazon weitere Labels neben dem Niedrigpreis-Branding „Our Essentials“: In Großbritannien und Frankreich wird hierfür das mittlere Preissegment die hauseigene Marke „By Amazon“ genannt.

In Deutschland findet man unter diesem Markendach etwa schon Nüsse. Die wurden vorher unter der Eigenmarke „Happy Belly“ vertrieben. Zudem gibt es ein drittes Premiumsegment neben den beiden genannten: „Our Selection“ – ein Dach, unter dem Amazon in Deutschland Weine und Kaffeespezialitäten feilbietet. Welche Pläne der Versandhaus-Gigant letztlich mit der Private- Label-Strategie verfolgt, ist laut dem Bericht noch unklar.

Man erläutert:

Es scheint auf der Hand zu liegen, dass man sowohl Vielfalt als auch Qualität bei Amazon in den Mittelpunkt des Vorgehens gestellt hat, statt nur mit dem Niedrigpreis-Segment punkten zu wollen. Für die Kunden könnte dies zukünftig auf breiterer Fläche höhere Preise bedeuten, die sie nun für „My Essentials“ zahlen müssen. Als Ausgleich bietet Amazon in Sachen Preis Attraktivität für Prime-Nutzer die Möglichkeit, Eigenmarken-Konsumgüter für mindestens 50 Euro zu erwerben.

Wer das tut, erhält bei vorausgesetzter Prime-Mitgliedschaft 15 Prozent Preisnachlass. Der Artikel erklärt, dass die neue Herangehensweise des Versandhaus-Titanen einen Wandel darstellt: Die Art und Weise, wie Eigenmarken auf dem Lebensmittelmarkt durch das Unternehmen wahrgenommen werden, hat sich demnach geändert. Überdies werden Auswahl und Qualität also immer wichtiger. Amazon lässt seine Strategie diesem Trend folgen.