Eklat um Twitter-Post: Grünen schneiden Männer aus Gruppenfoto – Es ist schon irgendwie beeindruckend, mit welcher Präzision und Konsequenz die Grünen nach einem beeindruckenden Spielbeginn vor gesamtdeutscher Kulisse ein Eigentor nach dem anderen schießen, und aus Fangesängen zunehmend Abgesänge werden. Erst neulich nahmen die Grünen aus Berlin Mitte mit einem Gruppenfoto zum Wahlkampfauftakt Aufstellung und wollten beim Einwurf gegen die CDU/CSU direkt den Ballbesitz erobern. Doch mit der Aktion schoss man sich nur noch weiter ins Abseits.

Das Bild zeigt die Direktkandidatinnen für das Berliner Abgeordnetenhaus und den Bundestag. Allesamt weiblichen Geschlechts, was man als Steilvorlage für einen Seitenhieb in Richtung Konkurrenz nicht ungenutzt lassen wollte. Und so ist über dem Bild der Halbsatz zu lesen:

„Während sich auf den Gruppenfotos der Union wieder alte Männer zusammendrängen …“

Allerdings handelt es sich dabei um ein klares Foul. Auf dem ursprünglichen Bild waren nämlich durchaus Männer zu sehen. Diese hatte man aber durch eine Beschneidung des Bildes auf die Ersatzbank geschickt.

Von links gesehen sind nur noch die Bewerberinnen Hanna Steinmüller, Silke Gebel, Bettina Jarasch, Laura Neugebauer, Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Tuba Bozkurt zu erkennen. Der ursprüngliche Linksaußen-Spieler des Originalbildes war jedoch Direktkandidat für Berlin-Wedding Ario Mirzaie. Rechts wiederum Taylan Kurt, Direktkandidat für Moabit, und Jian Omar, Direktkandidat für den Bezirk Tiergarten.

Besonders pikant:

Nachdem Baerbock erst kürzlich die Einrichtung eines Einwanderungs-Ministeriums und einer Migrantenquote für Behörden gefordert hatte, haben ihre Vereinskolleginnen ausgerechnet Männer aus dem Bild geschnitten, die allesamt über einen Migrationshintergrund verfügen. Geschlecht wiegt offenbar schwerer als Herkunft.

Nachdem das Publikum diese Aktion mit ausgiebigen Buh-Rufen quittiert hatte, wurden die Ränge quasi geräumt, indem man die Kommentarfunktion auf Twitter eingeschränkte. Die Grünen gaben außerdem an, dass die Männer herausgeschnitten worden seien, um „hervorzuheben, wie gestern eben diese Personen für einen Moment lang nebeneinander standen“. Das sei nämlich „sehr schön zu sehen“ gewesen.

Versteckt werden solle niemand, „um die drumherum“ gehe es „im Tweet schlicht nicht“

Wenig später postete die Kandidatin Bozkurt mit Verweis auf die Vielfalt ein Bild der gesamten Truppe. Doch da war der Ball natürlich schon lange im Aus.

Wir halten fest: Auch wenn durchaus Action auf dem Platz ist, schön ist das Spiel bisher nicht. Man kann nur froh sein, wenn der Schiri am 26. September endlich abpfeift.

Quelle: bild.de