Freut ihr euch auch schon so langsam auf den Sommer? Endlich wieder Grillen, nachts im T-Shirt mit den Kumpels draußen ein Bier trinken und an heißen Tagen im Schwimmbad die Mädels abchecken. Klingt herrlich, oder? Zumindest solange, bis man sich das Ergebnis einer Studie aus Kanada reingezogen hat. Dort haben Wissenschaftler nämlich überprüft, wie viel Urin sich in einem typischen Schwimmbecken befindet. Und angesichts der Zahlen ist es wohl kein Wunder, dass viele Menschen auf dem Sprungbrett zögern.

Im Zuge ihrer Studie analysierten die Wissenschaftler 31 öffentliche Schwimmbecken und Whirlpools in zwei kanadischen Städten. Und man könnte sagen, dass die Untersuchung ein Griff ins Klo war. Denn alleine in einem Becken fanden die Forscher ganze 75 Liter Urin. Das reicht freilich nicht, das Wasser zum Umkippen zu bringen, doch der im Urin enthaltene Harnstoff verbindet sich im Wasser mit dem enthaltenen Chlor zu einem gesundheitsschädlichen Stoff namens Trichloramin. Und genau das Zeug erzeugt den typischen Schwimmbad-Geruch und macht die Augen rot.

Während die kanadischen Behörden sich die Ergebnisse nun genauer ansehen wollen, sind wir in Deutschland mit den verbindlichen Vorgaben zur „Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“ durch die Gesundheitsämter schon einen Schritt weiter. Das hindert zwar niemanden daran, sich im Becken zu erleichtern, eine ernsthafte Gefährdung für die Gesundheit ist aber immerhin nicht zu befürchten. Und angeblich soll Urin ja sehr gut für die Haut sein.

Quelle: chip.de