Studie: Häufiges Ejakulieren reduziert Krebsrisiko – Wissenschaftler haben in der Fachzeitschrift „European Urology“ die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die für wohl so ziemlich alle Männer von großem Belang sein sollte. Die Experten behaupten nämlich, dass regelmäßiges Ejakulieren vor Prostatakrebs schützt. Optimal sind 21-mal pro Monat, egal ob Sex oder Selbstbefriedigung. Wenn das mal keine gute Nachricht ist …

Die Erkenntnis geht auf eine großangelegte Studie zurück, im Zuge derer 31.925 gesunde Männer untersucht worden waren

Bereits im Jahr 1986 waren die Gesundheitsdaten der Probanden im damaligen Alter zwischen 40 und 75 Jahren erfasst worden. Da davon ausgegangen werden musste, dass einige der Teilnehmer bei den Angaben übertrieben hatten, wurden sie 1992 rückwirkend abermals befragt, wie oft sie im Alter von 20 bis 29 Jahren, im Alter von 40 bis 49 Jahren sowie im Jahr vor der Verteilung des Fragebogens ejakuliert hatten.

3.839 der teilnehmenden Männer erkrankten in dem Zeitraum bis 2010 an Prostatakrebs

Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die angaben, mindestens 21-mal pro Monat ejakuliert zu haben, am seltensten erkrankt waren. Das Risiko war in dieser Gruppe gut um ein Fünftel geringer als bei der Vergleichsgruppe derer, die lediglich siebenmal pro Monat zum Höhepunkt kamen. Zudem traten bei Letzteren aggressivere Tumorvarianten auf.

Zwischen Sex und Masturbation wurde bei der Untersuchung nicht unterschieden

Die Wissenschaftler schreiben: „Diese Ergebnisse sind ein weiterer Beleg dafür, dass eine häufigere Ejakulation im Erwachsenenalter eine positive Rolle bei der Entstehung von Prostatakrebs spielt, insbesondere bei Erkrankungen mit niedrigem Risiko.“

Die Frage nach dem Warum bleibt zunächst jedoch unbeantwortet

Die Experten spekulieren lediglich, dass schädliche Stoffe und Bakterien, die Entzündungen und Krebs auslösen können, durch die Ejakulation aus der Drüsen geschwemmt werden.

Andere vermuten wiederum, dass die Prostata durch häufige Samenergüsse schneller heranreift, quasi stärker und damit weniger anfällig wird. Denkbar ist aber auch, dass Männer mit häufigen Samenergüssen schlichtweg einen gesünderen Lebensstil pflegen und das Prostatakrebsrisiko bereits über eine bewusste Ernährung reduzieren.

Quelle: spektrum.de